Nachhaltiger Wintersport

Person wandert durch verschneiten Wald
Grundschule

Der Wintersport hat Folgen für Umwelt und Natur in den Berggebieten. Die Schüler/-innen setzen sich mit den Problemen auseinander. Zugleich lernen sie alternative, umweltfreundlichere Angebote kennen. Dafür analysieren sie Bilder und beantworten Aussagen.

Ziele

Die Schüler/-innen …

  • definieren die Besonderheiten und Funktionen des alpinen Lebensraumes (zum Beispiel Pflanzen, Tiere, Wasserreservoir),
  • erfassen Veränderungen und Folgen durch den Wintersport und die Auswirkungen auf das Ökosystem Alpen,
  • lernen die wirtschaftliche Bedeutung des Wintersports kennen,
  • erfahren und bewerten Argumente für einen nachhaltigen Wintersport und Wintertourismus,
  • erweitern ihre Methodenkompetenz durch die Auswertung von Bildern.

Umsetzung

Zum Einstieg kann die Lehrkraft zwei Fotos zeigen, die einen Schneehasen und einen Snowboarder zeigen. Dabei kann sie folgende Fragen stellen:

  • Was haben die beiden Motive miteinander zu tun?
  • Was braucht der Snowboarder?
  • Was braucht der Schneehase?
  • Falls beide in demselben Gebiet leben, stören sie sich dann gegenseitig?

(Foto Schneehase: Bad Kleinkirchheim/flickr.com/CC BY 2.0; Foto Snowboarder: Unsplash/pixabay.com/Public domain)

Alternativ kann die Lehrkraft ein Video zeigen. Darin ist ein Hubschrauber zu sehen, der Schnee über einer Skipiste verteilt, denn es liegt zu wenig Schnee. Das Video wurde in den österreichischen Alpen, im Brixental aufgenommen. Die Klasse bespricht das Video. Die Lehrkraft fragt:

  • Was zeigt das Bild?
  • Gibt es immer ausreichend natürlichen Schnee für den Wintersport
  • Hat der Wintersport Auswirkungen für Umwelt und Natur?
  • Wenn ja, welche?

Ergänzend kann die Lehrkraft fragen, wer schon einmal im Wintersport war. Wo waren die Schüler/-innen, und was haben sie dort erlebt?

Im Unterrichtsgespräch wird zunächst der Kenntnisstand der Klasse ermittelt. Die Lehrkraft ergänzt wichtige Veränderungen und Folgen durch den Wintersport auf die Umwelt und Natur. Es ist sinnvoll, den Fokus auf den Lebensraum Alpen zu legen. Dort sind die Zahlen der Wintersportgäste besonders hoch und der Wintersport hat eine große wirtschaftliche Bedeutung. Informationen dazu findet die Lehrkraft im Hintergrundtext.

Erkenntnisse aus dem fragengeleiteten Unterrichtsgespräch können als Stichworte an der Tafel notiert werden. Diese sollten zum Beispiel umfassen:

  • Wintersporturlaub ist wichtig für die Wirtschaft. Damit sind Arbeitsplätze verbunden.
  • Der Wintersporturlaub hat Auswirkungen auf die Umwelt, zum Beispiel durch die Pisten und durch die Verursachung von Lärm und Luftschadstoffen.
  • Die Alpen sind ein wichtiges Ökosystem.
  • Nachhaltiger Wintertourismus ist möglich und bedeutet mehr Umweltverträglichkeit.

Anschließend schaut sich die Klasse weitere Bildmotive an. Die Lehrkraft fragt, welche Folgen des Wintersports beziehungsweise umweltverträglichere Lösungen zu sehen sind. Sie bewertet die Bilder. Die Bildmotive zeigen:

  • Schneekanone
  • Planierraupe auf Schneepiste
  • Wild im Schnee
  • Zug, der durch die Alpen fährt
  • Wanderer im Schnee

Zur Vertiefung bewerten die Schüler/-innen vorgegebene Aussagen daraufhin, ob sie zutreffend sind oder nicht. Das kann in Form eines Bewegungsspiels geschehen. Zum Beispiel: Die linke Hälfte des Klassenraumes steht für "Ja", die rechte für "Nein". Ebenso können die Aussagen im Sitzen beantwortet werden, durch Daumen hoch für "Ja" und Daumen runter für "Nein". 

Mögliche "Ja"-Aussagen sind:

  • Schneekanonen für künstlichen Schnee verbrauchen viel Wasser. Dafür werden Speicherseen angelegt.
  • Für den Bau von Schneepisten müssen Bäume gefällt werden.
  • Für die Pisten wird der Boden mit Raupen verhärtet. In den Boden kann kein Wasser mehr versickern. Das führt zu mehr Überschwemmungen. Auch zu Schlamm- und Gerölllawinen.

Mögliche "Nein"-Aussagen sind:

  • Die Tiere in den Alpen halten Winterschlaf. Deshalb können die Skifahrer ruhig kreuz und quer fahren.
  • Für die Umwelt ist es egal, ob die Wintertouristen vor Ort den öffentlichen Nahverkehr, zum Beispiel Busse, nutzen oder ihre privaten Autos.
  • In den Bergen kann man im Winter nur Ski fahren.

Zum Abschluss trägt die Klasse Kriterien für einen nachhaltigen Wintertourismus in den Alpen zusammen. Gegebenenfalls formulieren die Schüler/-innen auf dieser Grundlage eigene Idealvorstellungen. Sie können zum Beispiel einen Werbeslogan oder Werbematerialien für einen fiktiven Wintersportort entwickeln. Dafür kann die Klasse die fiktive Alpenschutzgruppe "Schneehase" gründen, um für nachhaltigen Wintersport zu werben. 

Erweiterung

  • Die Schüler/-innen entwerfen in Gruppen Poster oder Collagen zum Thema nachhaltiger Wintersport. Damit kann das Thema auch im Kunstunterricht aufgenommen werden.
  • Falls die Schüler/-innen in einer Wintersportregion leben, setzen sie sich gezielt mit ihrer Region auseinander. Was macht das Wintersportangebot aus (zum Beispiel Pisten, Schneewanderwege oder Busse für die Wintersportgäste)? Welche Probleme für die Umwelt erkennen die Schüler/-innen? Wie könnte nachhaltiger Wintersport in der Region aussehen beziehungsweise gibt es da schon Konzepte? Die Ergebnisse (als Poster, Collage etc.) können in der Schule ausgehängt werden.
  • Weitere Anregungen und Materialien zum Alpenraum bietet das Thema der Woche zur Alpenkonvention

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Informationen und Materialien

Hintergrund (1)

Skigebiet; im Vordergrund eine Seilbahn; im Hintergrund Berge.
Hintergrund
13.01.2017 | Ökosysteme und biologische Vielfalt | Wirtschaft und Konsum

Millionen Menschen reisen in den Wintermonaten in die Berge – viele, um dort Ski zu fahren. Und das hat Folgen für die Umwelt. Zum Beispiel werden in Skigebieten natürliche Lebensräume von Tieren und Pflanzen beeinträchtigt. Gleichzeitig ist davon auszugehen, dass sich durch den weltweiten Klimawandel die Schneefallgrenze in größere Höhen verschiebt und auch die beliebte Reisezeit der Weihnachtsferien keine Schneegarantie mehr bieten kann. Vor diesem Hintergrund setzt auch die Tourismuswirtschaft zunehmend auf alternative, umweltfreundlichere Angebote für den Winterurlaub im Gebirge.

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Bilderserien (1)

Eine Skipiste, eine Seilbahn und im Hintergrund Berge.
Bilderserie
13.01.2017 | Ökosysteme und biologische Vielfalt | Wirtschaft und Konsum
Sekundarstufe, Grundschule

Die verschiedenen Motive machen deutlich, welche Folgen der Wintersporttourismus für Umwelt und Natur hat. Zugleich werden alternative umweltfreundlichere Möglichkeiten gezeigt. Über eine Bildanalyse können die Schüler/-innen die verschiedenen Aspekte vertiefen.

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Zielgruppe