Herausforderungen für Kläranlagen

Putzeimer wird unter einem Wasserhahn befüllt; im Hintergrund Spülmittel.
Sekundarstufe

10.000 Kläranlagen sorgen in Deutschland für die Aufbereitung des Abwassers. Nicht alle Substanzen im Abwasser sind vollständig abbaubar oder teils nur sehr aufwendig. Die Klasse sammelt zunächst ihr Wissen über Abwasser, zum Beispiel anhand einer Mindmap. Anschließend erarbeiten sich die Schüler/-innen anhand eines Arbeitsblattes verschiedene Substanzen, die im Abwasser sehr aufwendig bis nicht abbaubar sind.

Lernziele

  • den Wasserkreislauf kennenlernen, insbesondere den Aspekt Abwasser und Abwasseraufbereitung
  • die Zusammensetzung von Abwässern kennenlernen
  • die Arbeitsweise von Kläranlagen verstehen
  • Schadstoffe im Abwasser kennenlernen
  • Auswirkungen von Schadstoffen auf Flüsse und Gewässer nachvollziehen
  • Informationen zusammentragen und aufbereiten
  • Argumente austauschen und diskutieren

Umsetzung

Die Lehrkraft fragt, ob die Schüler/-innen wissen, wie viel Wasser sie verbrauchen und wie viel Abwasser sie produzieren (Informationen hierzu finden sich im Hintergrund). Was gelangt dabei alles ins Abwasser? Die Schüler/-innen tragen Stichpunkte zusammen. Dabei bietet sich eine Mindmap an, die an der Tafel oder mithilfe eines Smartboards erstellt werden kann.

Im Anschluss stellt die Lehrkraft die Frage, woher das saubere (Trink-)Wasser kommt. Sie informiert darüber, dass Abwasser aufbereitet werden muss, um den Wasserkreislauf nicht zu gefährden. Sie informiert darüber, dass Kläranlagen nicht alle Rückstände abbauen können. Da in der Grundschule die Kläranlage als Einheit unterrichtet wird, muss die Funktionsweise von Klärwerken nicht extra behandelt werden. Falls doch angebracht, finden sich hierzu Informationen im Unterrichtsvorschlag für die Grundschule.

Zur Vertiefung erarbeiten die Schüler/-innen in Gruppen mithilfe von Kurztexten Informationen zu Chemikalien und Rückständen im Abwasser. Anhand der Texte wird jeweils erklärt, wie die Rückstände ins Abwasser gelangen und wieso sie schädlich sind. Außerdem, welche Maßnahmen möglich sind, um das Abwasser weniger stark zu verschmutzen.

Im Anschluss stellt jede Gruppe ihre Ergebnisse vor. Die Klasse wertet abschließend die Stichpunkte an der Tafel oder die Mindmap erneut aus. Was fehlt noch, was ist besonders wichtig? Worauf können die Schüler/-innen selbst achten, um das Abwasser sauber zu halten?

Erweiterung

  • Als Einstieg bietet sich auch ein Video auf Planet Schule zum Thema an (Dauer 14:57). Es ist möglich, einzelne Kapitel des Videos direkt anzusteuern.
  • Das Wasserquiz von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt vertieft das Thema. Das Quiz wird online gespielt.
  • In den Materialien "Wasser im 21. Jahrhundert" finden sich ergänzende Arbeitsblätter: Das erste Kapitel "Ein Fluss ist mehr als Wasser" eignet sich zur Vertiefung des Themas.
  • Zur Vertiefung bietet Planet Wissen ein Video zum Aspekt der Abwassertrennung (Dauer: 2:42 Minuten).

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Informationen und Materialien

Hintergrund (1)

Eine Flusslandschaft; der Fluss führt klares Wasser.
Hintergrund
23.02.2012 | Wirtschaft und Arbeitswelt | Ressourcen

Deutschland ist ein wasserreiches Land. Es gibt keinen Wassermangel, dennoch ist Wasser eine wertvolle Ressource. Wasser kann zwar nicht komplett verbraucht, aber durch Verschmutzung unbrauchbar werden. Im März 2012 soll eine neue EU-Verordnung in Kraft treten, die Phosphorgrenzwerte für Wasch- und Maschinengeschirrspülmittel festlegt. Phosphor kann in Kläranlagen nur durch ein aufwendiges Verfahren abgebaut werden. Andere Rückstände, wie zum Beispiel von Arzneimitteln können nicht geklärt werden. Neue Studien machen auf dieses Problem aufmerksam. Was können Kläranlagen leisten und welche Stoffe sollten erst gar nicht ins Abwasser gelangen?

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Arbeitsmaterialien (3)

Ein Ausschnitt einer Zeitleiste zum täglichen Wasserverbrauch.
Arbeitsmaterial
23.02.2012 | Wirtschaft und Arbeitswelt | Ressourcen
Sekundarstufe, Grundschule

Mit einer Zeitleiste können zeitliche Abläufe systematisch untersucht und anschaulich dargestellt werden. Die Schüler/-innen können in Gruppen oder gemeinsam diese "füllen". Zeitleisten können sowohl an der Tafel als auch mit einfachen Software-Werkzeugen erstellt werden. Anbei findet sich ein Beispiel für eine Zeitleiste zum täglichen Wasserverbrauch. Die Methode ist aber auch auf andere Themen wie Verkehr, Energieverbrauch oder Konsum anwendbar.

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Wasserhahn mit fließendem Wasser; das Wasser ist klar.
Arbeitsmaterial
23.02.2012 | Wirtschaft und Arbeitswelt | Ressourcen
Sekundarstufe

Täglich verbrauchen wir pro Kopf 122 Liter im Haushalt. Das entspricht fast genau der Menge an Abwasser, die wir täglich "produzieren". Das Abwasser wird in Kläranlagen wieder aufbereitet. In dem Arbeitsblatt finden sich Kurztexte mit Informationen zu verschiedenen Substanzen im Abwasser, die nur schwer abbaubar sind. Die Schüler/-inne erarbeiten sich in Gruppen das Material. Im Anschluss diskutieren sie auch, auf was sie künftig beim Wasserverbrauch verstärkt achten wollen.

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Ausschnitt aus einer Mindmap zum Thema Abwasser.
Arbeitsmaterial
23.02.2012 | Wirtschaft und Arbeitswelt | Ressourcen
Sekundarstufe, Grundschule

Mindmaps helfen Informationen zu sammeln und zu strukturieren. Das bietet sich als Einstieg in das Thema Abwasser an. Mindmaps können sowohl an der Tafel als auch mit einfachen Software-Werkzeugen erstellt werden. Anbei findet sich ein Beispiel für eine Mindmap zu Abwasser. Die Methode ist aber auch auf andere Themen wie Verkehr, Energieverbrauch oder Konsum anwendbar.

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Zielgruppe