Unterrichtsvorschlag: Konsum und Nachhaltigkeit

14. Juni 2012
Grüner Spinat-Keimling im Erdreich.

Nach wie vor verbrauchen Menschen in den Industrieländern mehr Energie als in den Entwicklungsländern. Die Klasse steigt anhand von Bildern aus Peter Menzels berühmtem Fotoprojekt "Material World" in das Thema der weltweit unterschiedlichen Konsum- und Lebensstile ein: Zu sehen sind Familien, die ihren Besitz vor ihrem Haus ausgebreitet haben. Anhand von Arbeitsblättern vertieft die Klasse anschließend den Begriff der Nachhaltigkeit und bespricht den unterschiedlichen Konsum weltweit.

Gehört zu:

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Unterrichtsvorschlag

Lernziele

  • Begriff der nachhaltigen Entwicklung erarbeiten
  • Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung erarbeiten
  • verschiedene Lebensstile und Verbrauchsmuster unterscheiden und bewerten
  • die eigenen Konsumgewohnheiten reflektieren

Umsetzung

Die Lehrkraft zeigt als stummen Impuls als Einstieg drei Motive aus der Bilderserie "Material World" des Fotografen Peter Menzel. Er hat weltweit Familien besucht und sie gebeten, all ihr Eigentum vor ihrem Haus auszubreiten. Die Bilder stehen als Bildergalerie zur Verfügung. Sie können per Beamer/Smartboard gezeigt werden. Ebenso dürfen sie für die Nutzung im Schulunterricht heruntergeladen werden.

Die Schülerinnen und Schüler besprechen, was sie auf den Bildern sehen. Was unterscheidet die Familien voneinander? Wer besitzt mehr, wer besitzt weniger? Verbrauchen die Familien mit mehr Besitz auch mehr Ressourcen wie Öl, Strom oder Wasser? Die Schülerinnen und Schüler tragen ihre Erkenntnisse und Meinungen zusammen.

Die Lehrkraft erklärt der Klasse, dass in Rio de Janeiro die Konferenz Rio+20 stattfindet. Sie fragt, ob die Schülerinnen und Schüler davon gehört haben. Die Lehrkraft ergänzt, falls nötig, Informationen zur Konferenz (siehe hierzu auch Hinweise im Hintergrund).

Die Lehrkraft erklärt die Problematik des weltweit unterschiedlichen Ressourcenverbrauchs: Wenn alle Menschen weltweit so viel verbrauchen würden wie die Deutschen, dann bräuchte die Menschheit zwei Erden. Die Lehrkraft führt den Begriff der nachhaltigen Entwicklung ein.

Zur Vertiefung erarbeiten die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen zwei Arbeitsblätter. Eines erklärt anhand der Forstwirtschaft den Begriff der Nachhaltigkeit. Ein weiteres bezieht sich auf die Bildmotive, die zum Einstieg betrachtet wurden. Es enthält Fragen zum Konsum und führt zu Maßnahmen einer nachhaltigen Entwicklung hin.

Im Anschluss diskutiert die Klasse die Ergebnisse. Wie wichtig ist eine nachhaltige Entwicklung? Was können die Schüler selbst dazu beitragen.

Erweiterung

  • Die BMU-Materialien "Wasser ist Leben" für die GS bieten ergänzend Informationen und Arbeitsblätter: vor allem die Blätter "Wie viel Wasser verbrauche ich" und "Sauberes Wasser für alle". Ebenso die BMU-Materialien "Klimawandel"  für die GS: Hier finden sich Arbeitsblätter zu "Wer hat welchen Anteil an der Erderwärmung?" sowie eine Anleitung für ein Stuhlspiel zum Thema Bevölkerung und C02-Ausstoß.
  • Die Schülerinnen und Schüler beschließen – ähnlich den Staaten bei einer Konferenz – eine Selbstverpflichtung, wie sie künftig nachhaltiger leben wollen.

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Medien & Materialien

Stoppschild; Aufschrift: Stop Consuming.

Ergänzend zu der Bilderserie "Material World" von Peter Menzel sind in dem Arbeitsblatt Fragen zusammengestellt. Diese regen zur Diskussion der Schülerinnen und Schüler an. Wie unterscheidet sich der Lebensstil von Familien weltweit? Und wie viel Ressourcen verbrauchen sie?

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Illustration; Laubbaum wird von einem Forstarbeiter mit einer Motorsäge gefällt.

Der Begriff der Nachhaltigkeit wurde erstmals in der Forstwirtschaft gebraucht. Das Arbeitsblatt zeigt anhand von zwei Illustrationen, wie man Wald nutzen kann: alle Bäume auf einmal fällen oder nachhaltig wirtschaften. Die Illustrationen sind mit kurzen Texten ergänzt, sodass die Schülerinnen und Schüler über Nachhaltigkeit nachdenken und diskutieren können.

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Thailändische Familie; vier Personen mit Mofa und Hund.

Die Bildergalerie enthält drei Motive aus der bekannten Serie "Material World" des Fotografen Peter Menzel. Er hat weltweit Familien besucht und sie gebeten, all ihr Eigentum vor ihrem Haus auszubreiten. Die Bilder zeigen eindrücklich die unterschiedlichen Lebenswelten. Die Bilder können als Einstieg in die Themen nachhaltige Entwicklung, Lebensstile aber auch soziale Gerechtigkeit genutzt werden. Die Motive können per Beamer/Smartboard gezeigt werden. Ebenso dürfen diese für die Nutzung im Schulunterricht heruntergeladen werden.

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Illustration; Laubbaum wird von einem Forstarbeiter mit einer Motorsäge gefällt.

Der Begriff der Nachhaltigkeit wurde erstmals in der Forstwirtschaft gebraucht. Das Arbeitsblatt zeigt anhand von zwei Illustrationen, wie man Wald nutzen kann: alle Bäume auf einmal fällen oder nachhaltig wirtschaften. Die Illustrationen sind mit kurzen Texten ergänzt, sodass die Schülerinnen und Schüler über Nachhaltigkeit nachdenken und diskutieren können.

 

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Hintergrund

Mehrere Solarzellen auf freiem Feld.

Steigender Ressourcenverbrauch sowie Umwelt- und Klimaschäden machen eine nachhaltige Entwicklung immer notwendiger. Bei der Konferenz Rio+20 werden deshalb Maßnahmen eines nachhaltigen Handelns im Vordergrund stehen, das ökologische, wirtschaftliche und soziale Aspekte umfasst. Was genau kann eine nachhaltige Entwicklung bewirken? Und welche Maßnahmen gibt es?

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