Verkehrsmittel und ihre Vor- und Nachteile

Fahrrad auf Wiese, Blumen auf dem Gepäckträger.
Grundschule

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen in Partnerarbeit verschiedene Verkehrmittel und Mobilitätsformen. Mithilfe eines Arbeitsblatts ordnen sie ihnen charakterisierende Aussagen zu und beraten anschließend im Plenem: Welche Vor- und Nachteile hat es, mit Auto, Bahn, Bus, Fahrrad oder zu Fuß unterwegs zu sein? Welches der Verkehrsmittel ist zu welchem Zweck sinnvoll  - oder besonders umweltfreundlich?

Lernziele

Die Schüler/-innen ...

  • lernen, dass für Mobilität Energie notwendig ist,
  • erweitern ihr Wissen über umweltfreundliche und umweltbelastende Verkehrsmittel,
  • erproben ihre Fähigkeiten, Ergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren.

Umsetzung

Zum Einstieg ins Thema kann sich eine Umfrage anbieten: Die Lehrkraft erkundigt sich, wie die Schüler-/innen zur Schule kommen – mit dem Bus, Fahrrad, Auto oder zu Fuß? Die Antworten sammelt die Lehrkraft an der Tafel/am Smartboard.

Alternativ ist auch der Einstieg über das Zeichnen einer "Mental Map" denkbar: Die Schüler/-innen zeichnen ihren Schulweg aus dem Gedächtnis und anhand ihrer Eindrücke nach. Für eine Mental Map kann sich der Weg an Erlebnissen und besonderen Orten orientieren. Beispielhafte Ergebnisse für verschiedene Verkehrsmittel werden in der Klasse gemeinsam verglichen und diskutiert. Sehen die Fußgänger mehr und die Autofahrer weniger - oder andere Dinge? Wer hat den schöneren, bequemeren oder erlebnisreicheren Weg? Wo gibt es "Schmuddelecken" oder Wohlfühlecken? Werden manchmal Umwege gemacht und warum?

In einer Partnerarbeit (Tandem) erarbeiten die Schüler/-innen anschließend Vor- und Nachteile von mindestens drei bis fünf Mobilitätsformen (etwa Auto, Bahn, Bus, zu Fuß und Fahrrad). Dazu erhalten sie ein Arbeitsblatt, auf dem verschiedene Aussagen notiert sind, die die Klasse den verschiedenen Mobilitätsformen zuordnen soll. Welche ist zu welchem Zweck sinnvoll? Und welche ist besonders umweltfreundlich/umweltschädlich?

Alternativ können die Schüler/-innen auch Mobilitätsformen nach ihrer Schnelligkeit, Lärmintensität oder ihrer Auswirkung auf Mensch und Umwelt sortieren. Arbeitsblätter und Anregungen hierfür geben zum Beispiel Unterrichtshilfen, die das Saarland zum Thema Mobilität für die Grundschulen zusammengestellt hat.

Als zentraler Begriff wird in diesem Zusammenhang der "Umweltrucksack" eingeführt, mit dem Kindern der Begriff "Ökobilanz" anschaulich verdeutlicht werden kann.Ihre Ergebnisse stellen die Tandems anschließend der Klasse vor. Die Lehrkraft notiert sie auf Plakaten, die ausgehängt werden, sodass sich die Schüler/-innen bei einem Rundgang informieren können. Die Klasse diskutiert: Welche Mobilitätsform bietet sich für kurze Strecken – wie etwa den Schulweg – an? Welche hat den leichtesten/schwersten Umweltrucksack? Und: Welche würden sie selbst am liebsten für den Schulweg nutzen und warum?

Erweiterung

  • Weiterführend können die Schüler/-innen zum Beispiel eine Woche lang ein "Schulwegtagebuch" führen. Darin notieren sie besondere Dinge, die ihnen auf ihrem Weg zu Fuß zur Schule auffallen: zum Beispiel einen Baum, einen Laden, einen seltsam geformten Stein. Eines dieser Dinge wird anschließend gezeichnet oder zum Gegenstand eines Gedichts. Mehr Anregungen für Schüler/-innen, Eltern und Lehrkräfte, den Weg zur Schule zum "Erlebnisweg" werden zu lassen, bietet auch die jährlich stattfindende Aktion "Zu Fuß zur Schule".
  • Ergänzend ist auch ein Blick über den Tellerrand möglich: Wie gehen Kinder in anderen Ländern der Erde zur Schule? Ist dort auch das Auto ein übliches Verkehrsmittel? Oder gehen die Kinder mehr zu Fuß oder benutzen das Fahrrad?

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Informationen und Materialien

Hintergrund (1)

Auf einer Autobahn staut sich der Verkehr.
Hintergrund
12.09.2012 | Wirtschaft und Konsum | Stadt | Mobilität

Sie sollen bald der Vergangenheit angehören: Staus auf den Straßen, feinstaubbelastete Innenstädte und stinkende Verbrennungsmotoren. Das meinen jedenfalls Fachleute, die Verkehrskonzepte für die Zukunft entwickeln. Sie setzen auf emissionsarme und energiesparende Fahrzeuge, den Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel und die Förderung intelligenter Nutzungsideen für Auto und Fahrrad. Was genau ist nachhaltige Mobilität und wie lässt sie sich realisieren?

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Arbeitsmaterialien (1)

Tabelle mit Illustrationenen verschiedener umweltverträglicher Verkehrsmittel.
Arbeitsmaterial
12.09.2012 | Wirtschaft und Konsum | Stadt | Mobilität
Grundschule

Die Schülerinnen und Schüler vergleichen verschiedene Mobilitätsformen und Verkehrsmittel. Mit welchem Fahrzeug kann man viele Menschen transportieren, welches braucht wenig Platz zum Parken und welches ist besonders umweltfreundlich? Zum Zuordnen der Vor- und Nachteile enthält das Arbeitsblatt eine Tabelle.

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Zielgruppe

Fächer