18.09.2014 | Klima

Wie geht man mit den Folgen des Klimawandels um?

Wagen des Technischen Hilfswerks im Hochwasser; daneben Ortsschild im Wasser
Grundschule

Die Schüler/-innen lernen anhand von Berichten über Personen aus verschiedenen Regionen der Erde exemplarisch die Folgen des Klimawandels kennen. Arbeitsblätter mit kurzen Texten stellen besonders stark betroffene Länder wie die Malediven und Alaska vor, aber auch die Niederlande. Als Erweiterung kann die Situation von Migranten/-innen behandelt werden.

[Der Unterrichtsvorschlag wurde ursprünglich im Dezember 2012 erstellt und im September 2014 aktualisiert.]

Ziele

Die Schülerinnen und Schüler ...

  • entnehmen Informationen aus Texten über ökologische Veränderungen,
  • beschreiben und vergleichen Veränderungen in geografischen Räumen weltweit am Beispiel des Klimawandels,
  • nutzen Karten als Orientierungsmittel,
  • versetzen sich in Bedürfnisse und Interessen anderer und argumentieren aus deren Sicht,
  • entwickeln Lösungsmöglichkeiten für Interessenkonflikte,
  • erkennen die Notwendigkeit, Verantwortung für das Leben nachfolgender Generationen sowie von Menschen in anderen Teilen der Welt zu übernehmen.

Umsetzung

Die Unterrichtseinheit sollte im zeitlichen Zusammenhang mit einem medienwirksamen Ereignis der internationalen Klimapolitik wie den Klimagipfeln der Vereinten Nationen sowie im Rahmen einer umfassenderen Beschäftigung mit dem Klimawandel durchgeführt werden.

Die Lehrkraft informiert zunächst über die Bemühungen der Vereinten Nationen, die Folgen des Klimawandels zu begrenzen. Eine Erklärung könnte wie folgt lauten:

Bei Klimagipfeln treffen sich Regierungen aus fast allen Ländern der Welt, um über den Schutz des Klimas auf der Erde zu beraten. Denn auf der Erde ändert sich das Klima, weil die Menschen die Zusammensetzung der Luft verändern – zum Beispiel dadurch, dass sie Benzin oder Kohle verbrennen, um Autos und Maschinen anzutreiben. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen, dass der Klimawandel in vielen Teilen der Welt gefährliche Folgen haben kann.

Die Klasse soll der Leitfrage nachgehen, welche Folgen das sein könnten und wie sie sich für die Menschen auswirken. Dafür teilen sich die Schüler/-innen in Gruppen auf. Jede Gruppe bearbeitet jeweils eins von fünf Arbeitsblättern, die jeweils eine Folge des Klimawandels in Form eines Porträts oder eines kurzen Textes aus der Sicht von Betroffenen veranschaulichen. Die Texte schildern konkrete Auswirkungen des Klimawandels in verschiedenen Teilen der Erde. Sie stützen sich auf Medienberichte, Stellungnahmen von Umweltschutzorganisationen sowie wissenschaftliche Studien.

Die Themen der Arbeitsblätter umfassen als Beispiele die Townships (die Armenviertel) in Südafrika, die Inselgruppe Tuvalu, die Niederlande, Bangladesch und die Eskimos (Inuit) in Alaska. Unterstützt werden die Arbeitsblätter durch eine ergänzende Bildergalerie.

Die Schüler/-innen bearbeiten die Arbeitsaufträge auf den Arbeitsblättern. Sie suchen zunächst die genannten Länder im Atlas beziehungsweise auf einer Weltkarte. Sie schreiben auf, welche Folgen des Klimawandels im Text genannt werden. Sie notieren, wie die Menschen mit diesen Folgen umgehen. Gegebenenfalls entwickeln sie bereits in der Gruppe erste Ideen dafür, wie die Situation der Menschen verbessert werden könnte. Anschließend stellen die Gruppen ihre Ergebnisse vor.

In einer gemeinsamen Diskussion werden Möglichkeiten zur Verbesserung der Situation gesammelt und bewertet. Die Lehrkraft nennt gegebenenfalls Ansätze und stellt diese zur Diskussion. Ideen werden für alle sichtbar notiert und anschließend gruppiert beziehungsweise markiert:

  • Was kann man am Wohnort der betroffenen Menschen verbessern?
  • Wie können reichere Länder helfen?
  • Kann man die Idee leicht umsetzen oder eher schwierig?
  • Würden die Betroffenen die Idee eher gut oder eher schlecht finden?

Zum Abschluss kann die Lehrkraft erneut auf die internationalen Klimagipfel verweisen. Die Schüler/-innen werden aufgefordert, einen gemeinsamen Beschluss der Regierungen der Welt zu formulieren: Was muss unternommen werden, um Menschen zu helfen, die im besonderen Maße vom Klimawandel betroffen sind? Die Forderungen können anschließend zum Beispiel auf einem gemeinsam gestalteten Plakat zusammengetragen oder in der Schülerzeitung veröffentlicht werden.

Erweiterung

  • Ein Teil der Porträts eignet sich, um das Thema der Klima-Migration zu vertiefen. Die Texte werden laut gelesen. Anschließend fordert die Lehrkraft die Schüler/-innen auf, die Texte fortzusetzen: Was passiert, nachdem die beschriebenen Personen beschließen, ihre Heimat zu verlassen? Beschreibt, wohin sie gehen können, was dort besser für sie ist und was die Nachteile für sie sein könnten. Besonders anschaulich ist die Situation in Tuvalu und in Alaska. Um eine größere Nähe zum Lebensumfeld der Schüler/-innen herzustellen, kann auch der Text zu den Niederlanden thematisiert und gegebenenfalls entsprechend abgewandelt werden.
  • Die Materialien des Bundesumweltministeriums zum Thema Klimawandel bieten weitere Informationen und umfangreiche Arbeitsblätter.
  • Die Folgen des Klimawandels sind zudem Thema in der Veröffentlichung auf Umwelt im Unterricht anlässlich des Weltklimagipfels in Durban sowie anlässlich der Überflutungen in Thailand im Herbst 2011.

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Informationen und Materialien

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18.09.2014 | Klima

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05.12.2012 | Klima
Grundschule

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Siedlung aus ärmlichen Hütten
Bilderserie
05.12.2012 | Klima
Sekundarstufe, Grundschule

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Zielgruppe