Thema der Woche: Abfall oder Goldmine?

16. Februar 2012

Wohin mit dem alten Handy, Fernseher oder Kühlschrank? Elektroaltgeräte sollen geordnet gesammelt und entsorgt werden, doch zu viele werden illegal exportiert. Eine neu gefasste EU-Richtlinie soll dafür sorgen, dass mehr recycelt wird und weniger auf unkontrollierten Deponien in Afrika und Asien landet. Warum dürfen Elektro- und Elektronikaltgeräte nicht in den Hausmüll, und warum wird Recycling immer mehr zum lohnenden Geschäft?

[Die Unterrichtsvorschläge und Materialien wurden im März 2014 vollständig überarbeitet.]

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Hintergrund

Gestapelte Fernseher in einem Wertstoffhof.

Ob Kühlschrank, Fernseher, Handy oder Laptop: In Elektro- und Elektronikprodukten werden viele wertvolle Rohstoffe verbaut. Bei einer geordneten Entsorgung können sie recycelt werden. Doch viele Altgeräte (Abfälle) werden illegal exportiert: In Afrika oder Asien werden sie zum Beispiel durch unzureichende Recyclingverfahren und auf unkontrollierten Deponien zur Gefahr für Umwelt und Gesundheit. Was steckt in den Geräten und wie funktioniert das Recycling?

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Arbeiter in einem Tagebau

1,5 Milliarden Handys wurden 2010 weltweit verkauft, darunter ein großer Anteil Smartphones. Die große Zahl erklärt sich auch dadurch, dass die Geräte oft schnell ersetzt werden: Neue Geräte locken mit besserer Leistung und sind wegen der in Deutschland üblichen Mobilfunkverträge leicht zu bekommen. Und kaputte Geräte lassen sich nur schwer reparieren. Doch die Produktion belastet die Umwelt, die Arbeitsbedingungen sind oft schlecht. Erste Hersteller versuchen, "faire" Geräte zu produzieren.

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Unterrichtsvorschläge

Ein Haufen defekter Handys

GRUNDSCHULE: Anhand eines alten Geräts oder einer Infografik erarbeiten die Schüler/-innen, was in elektronischen Geräten wie Handys steckt. Sie lernen den Lebenszyklus eines Geräts kennen – von den Rohstoffen über den Handel bis zur Entsorgung. Sie diskutieren, welche Schritte schädlich für die Umwelt sein könnten und was man tun kann, um sie zu schützen.

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Zwei Jugendliche schauen auf ihre Smartphones.

SEKUNDARSTUFE: Die Schüler/-innen untersuchen, inwiefern die Nutzung von IT-Produkten wie Handys beziehungsweise Smartphones mit Umweltproblemen und sozialen Missständen zusammenhängt. Anhand einer Infografik oder eines alten Geräts und mithilfe von vorbereiteten Materialien recherchieren sie, was in einem Handy steckt. Sie erarbeiten Vorschläge für "faire" Produkte.

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Medien & Materialien

Zwei Mädchen schauen auf ihr Smartphone.

Die Arbeitsblätter enthalten Medienberichte und Fachtexte, die verschiedene Aspekte der Herstellung und Entsorgung von Handys näher erläutern. Die Texte können von vier verschiedenen Gruppen bearbeitet werden.

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Kleine Collage einzelner Produktionsstufen

In dem Arbeitsblatt werden die verschiedenen Stationen im "Leben" eines Handys dargestellt – jeweils anhand eines kurzen Textes und eines Bildes. Für die richtige Reihenfolge sorgen die Schüler/-innen. Sie schneiden die Informationen aus und bringen sortieren sie passend. Im Anschluss bespricht die Klasse den Lebenszyklus eines Mobiltelefons.

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Zwei Menschen sitzen sich gegenüber und telefonieren.

Mit Freunden quatschen, Fotos machen, surfen: Für viele Menschen ist das Handy ein ständiger Begleiter. Aber was haben die allgegenwärtigen Geräte mit Fairness zu tun? Die Motive der Bilderserie veranschaulichen ökologische und soziale Probleme der Elektronikproduktion. Die begleitenden Fragen regen zu Nachforschungen und zur Diskussion an.

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Illustration Handybauteile

Die Schwarz-Weiß-Illustration zeigt die einzelnen Bestandteile eines Mobiltelefons. Die Schüler/-innen benennen die einzelnen Bestandteile. Ebenso werden die Aspekte Entsorgung, Energie und Transport aufgegriffen.

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