Veröffentlicht auf Umwelt im Unterricht: Materialien und Service für Lehrkräfte – BMU-Bildungsservice (http://www.umwelt-im-unterricht.de)

Bilderserie

Radioaktiver Abfall und seine Lagerung

Sekundarstufe, Grundschule

Von den kleinsten Bausteinen der Materie über Gefahren der Radioaktivität bis hin zum Castor-Transport und Endlager: Die Bilderserie veranschaulicht verschiedene Aspekte des Umgangs mit radioaktiven Abfällen.

Inhalt

Bildergalerie

  • Kernkraftwerk
    Was ist "Kernenergie"?
    Kernkraftwerke werden auch Atomkraftwerke genannt. Dort wird durch die Spaltung von Atomen Wärme erzeugt, und diese Wärme wird in elektrische Energie umgewandelt, das heißt: in Strom. In den Kraftwerken entstehen Abfälle, die radioaktiv sind.
  • Hand durch Röntgenstrahlung
    Radioaktivität in der Medizin
    Manche radioaktiven Stoffe können Strahlung aussenden, die feste Materie durchdringen kann. Sie wird zum Beispiel benutzt, um Röntgenaufnahmen zu machen. Das sind Fotos, die das Innere des menschlichen Körpers zeigen. Auch in der Medizin entstehen durch die Nutzung von Strahlung radioaktive Abfälle.
  • Schematische Darstellung der Kernspaltung
    Was bedeutet radioaktiv?
    Alle Gegenstände, Lebewesen, die Luft und so weiter bestehen aus winzigen Bausteinen, den Atomen. Sie sind so klein, dass man sie mit bloßem Auge nicht sehen kann. Ein Atom hat einen Kern, der noch sehr viel kleiner ist als das Atom selbst. Der Atomkern besteht aus weiteren Bausteinen. Radioaktive Stoffe enthalten bestimmte Arten von Atomen, die zerfallen können. Dabei wird Strahlung abgegeben. Das ist Energie, die sich durch den Raum ausbreitet. Wenn sie dabei auf Lebewesen trifft, kann sie Schäden auslösen – je nachdem, wie stark sie ist.
  • Warnzeichen für Radioaktivität
    Wie gefährlich ist radioaktive Strahlung?
    Je nach Stärke kann Strahlung Schäden und Krankheiten bei Lebewesen verursachen. Besonders starke Strahlung, wie sie zum Beispiel im Innersten eines Kernkraftwerkes herrscht, kann sogar tödlich sein. Gelangen radioaktive Stoffe in die Umwelt, verstrahlen sie für sehr lange Zeit Menschen, Tiere, Pflanzen, Böden und Gewässer. Wie schlimm das sein kann, zeigt der Unfall von Tschernobyl im Jahr 1986. Damals explodierte in der Ukraine der ganze Block eines Kernkraftwerks. Technische Mängel und menschliche Fehler hatten zu dem Unglück geführt. Viele Tausend Menschen starben und sterben noch immer an den Folgen. Rund 350.000 Menschen, die in der Umgebung des Kraftwerks lebten, mussten ihre Heimat für immer verlassen. Dort befindet sich noch heute ein gesperrter Bezirk. Fachleute haben ein Warnschild erarbeitet, das ohne Worte deutlich macht, wie gefährlich Radioaktivität ist (rechts; links das früher verwendete Warnzeichen).
  • Entsorgungsoptionen für radioaktive Stoffe
    Wohin mit dem radioaktiven Abfall?
    Schon seit den 1950er Jahren suchen Wissenschaftler/-innen weltweit nach Möglichkeiten, hochradioaktive Abfälle zu entsorgen. Im Laufe der Jahrzehnte wurden verschiedene Ansätze diskutiert. Wenn es um die Bewertung geht, muss eine Frage im Vordergrund stehen: Wie können die gefährlichen radioaktiven Stoffe über einen äußerst langen Zeitraum sicher von Mensch und Umwelt ferngehalten werden? Neben der Frage der Sicherheit spielen auch die technische Machbarkeit und die Rechtslage eine wichtige Rolle.
  • Grafik: das Endlager unter der Erde
    Das Endlager unter der Erde
    Ein besonderes Problem ist, dass hochradioaktive Stoffe viele Hunderttausend Jahre lang strahlen können. Daher ist es sehr wichtig, sie für eine sehr lange Zeit sicher zu lagern. Fachleute sind sich einig, dass radioaktiver Abfall tief im Boden für eine Million Jahre sicher aufbewahrt werden kann. Er ist weit von der Erdoberfläche entfernt und mit Gestein bedeckt, welches keine Strahlung durchlässt. Die Radioaktivität ist dann keine Gefahr mehr für die Menschen an der Oberfläche.
  • Vier Männer im Schacht Konrad
    Suche nach einem Endlager
    Noch ist nicht klar, wo eine geeignete Stelle ist, um die gefährlichsten radioaktiven Abfälle zu lagern. In Deutschland wird untersucht, ob der Abfall in Bergwerke gebracht werden kann. Dagegen wurde für Abfälle, die nicht so stark strahlen, bereits ein Ort gefunden. Es ist der Schacht Konrad bei Salzgitter. Er wird zurzeit umgebaut. In einigen Jahren können dort radioaktive Abfälle gelagert werden.
  • Gelbe Fässer
    Das gelbe Fass
    Solange es kein Endlager gibt, werden radioaktive Abfälle in Zwischenlagern aufbewahrt. In Deutschland sind spezielle Behälter für die unterschiedlichen radioaktiven Abfälle entwickelt, geprüft und zugelassen worden. Die hochradioaktiven Stoffe können in Castor-Behältern transportiert und zwischengelagert werden. Für schwach- und mittelradioaktive Abfälle werden die gelben Abfallfässer und andere Behälter benutzt.
  • Castorbehälter
    Was ist ein Castor?
    Castor-Behälter dienen dazu, stark strahlenden Abfall zu transportieren und eine Zeit lang aufzubewahren. Die radioaktiven Stoffe sind darin unter anderem mit einem dicken Mantel aus Gusseisen umschlossen. So gelangt kaum Strahlung nach außen. Würde jemand auf die Idee kommen, den Castorbehälter zu öffnen, würde er wegen Strahlenschäden sterben.
  • Anti-Castor-Demonstration in Gorleben
    Proteste gegen Kernenergie und Endlager
    Gegen den Transport von hochradioaktivem Abfall zum Beispiel in das zentrale Zwischenlager Gorleben gibt es Proteste und Widerstand. Die Transporte gelten als Symbol für die Gefahren durch radioaktiven Abfall und durch Atomenergie überhaupt. Nach Meinung der Gegner ist das Zwischenlager eine Gefahrenquelle.