Veröffentlicht auf Umwelt im Unterricht: Materialien und Service für Lehrkräfte – BMU-Bildungsservice (http://www.umwelt-im-unterricht.de)

Bilderserie

Satellitenbilder – Wie der Mensch die Erde verändert

Sentinel 3
Grundschule, Sekundarstufe

Rodungen im Regenwald, wuchernde Großstädte, Tagebaue: Im Weltall sind Satelliten in einer einzigartigen Position, um Veränderungen auf der Erdoberfläche zu beobachten. Aus großer Höhe sammeln sie Daten und senden diese zurück an Kontrollzentren auf der Erde. Die Erdbeobachtung zeigt eindrucksvoll, wie der Mensch Landschaften formt.

Inhalt

Bildergalerie

  • Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-2B
    Auf dem Weg ins Weltall
    Satelliten werden mithilfe von Trägerraketen ins Weltall gebracht. Sogenannte geostationäre Satelliten befinden sich in sehr großer Höhe – rund 36.000 Kilometer – über dem Äquator. Von der Erde aus gesehen scheinen sie fest am Himmel zu stehen. Dieser Eindruck entsteht, weil geostationäre Satelliten sich auf ihrer Bahn gleichzeitig mit der Erde drehen. Viele weitere Satelliten befinden sich in einer erdnahen Umlaufbahn. In Höhen von 200 bis 2.000 Kilometern kreisen sie um die Erde. Für eine Erdumkreisung benötigen diese Satelliten etwa 90 Minuten, Deutschland überfliegen sie in rund einer Minute. Das Foto zeigt den Start der Rakete, die den europäischen Erdbeobachtungssatelliten Sentinel-2B in seine Umlaufbahn bringt, am 7. März 2017.
  • Satellit Sentinel 3
    Wie Satelliten die Erde beobachten
    Ohne Hilfsmittel können Menschen nur einen kleinen Ausschnitt ihrer Umwelt wahrnehmen. Im Weltall sind Satelliten in einer einzigartigen Position, um die Erde zu beobachten. In großer Höhe umkreisen sie den Planeten. Dabei sammeln sie mit verschiedenen Messeinrichtungen Informationen und senden diese per Funk zurück an Kontrollzentren auf der Erde. Das Bild ist eine Montage. Es zeigt den europäischen Satelliten Sentinel-3 über dem Mittelmeer. Links im Bild sind Frankreich und Italien zu erkennen, in der Mitte des Bildes die griechischen Inseln. Unten im Bild ist Nordafrika, rechts die östliche Küste des Mittelmeers. Unten rechts sind der Nil und das Nildelta zu erkennen sowie die Halbinsel Sinai.
  • Satellitenbild des Aralsees im Jahr 2010
    Der Aralsee im Jahr 2010
    In den 1960er-Jahren begann die Sowjetunion, trockene Gebiete in Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan zu bewässern. Dafür wurde Wasser aus den Flüssen umgeleitet, die in den Aralsee münden. Der See war einst der viertgrößte See der Welt. Das Bild zeigt die Wasserfläche des Aralsees in grünen Farbtönen. Die gelbe Linie markiert den Verlauf des Ufers im Jahr 1960. Seitdem ist der Aralsee auf einen Bruchteil seiner früheren Größe geschrumpft.
  • Satellitenbild des Aralsees im Jahr 2017
    Der Aralsee im Jahr 2017
    In den 1960er-Jahren begann die Sowjetunion, trockene Gebiete in Kasachstan, Usbekistan und Turkmenistan zu bewässern. Dafür wurde Wasser aus den Flüssen umgeleitet, die in den Aralsee münden. Der See war einst der viertgrößte See der Welt. Das Bild zeigt die Wasserfläche des Aralsees in grünen Farbtönen. Die gelbe Linie markiert den Verlauf des Ufers im Jahr 1960. Seitdem ist der Aralsee auf einen Bruchteil seiner früheren Größe geschrumpft.
  • Satellitenaufnahme von Dubai im Jahr 2000
    Eine Stadt wächst in der Wüste: Dubai im Jahr 2000
    Dubai ist ein Teil der Vereinigten Arabischen Emirate. Um den Tourismus an der Küste zu fördern, hat Dubai ein gigantisches Bauprojekt umgesetzt. Innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraums hat sich ein großes Gebiet dramatisch verändert, wie Satellitenbilder aus den Jahren 2000 und 2011 zeigen. Die Farben darauf entsprechen nicht der menschlichen Wahrnehmung: Pflanzen erscheinen im Bild rot. Wüstenflächen sind bräunlich und vor allem rechts im Bild zu sehen. Das Meer erscheint blau-schwarz. Nach dem Jahr 2000 wurden unter anderem hunderte künstliche Inseln aufgeschüttet.
  • Satellitenaufnahme von Dubai im Jahr 2011
    Eine Stadt wächst in der Wüste: Dubai im Jahr 2011
    Dubai ist ein Teil der Vereinigten Arabischen Emirate. Um den Tourismus an der Küste zu fördern, hat Dubai ein gigantisches Bauprojekt umgesetzt. Innerhalb eines vergleichsweise kurzen Zeitraums hat sich ein großes Gebiet dramatisch verändert, wie Satellitenbilder aus den Jahren 2000 und 2011 zeigen. Die Farben darauf entsprechen nicht der menschlichen Wahrnehmung: Pflanzen erscheinen im Bild rot. Wüstenflächen sind bräunlich und vor allem rechts im Bild zu sehen. Das Meer erscheint blau-schwarz. Nach dem Jahr 2000 wurden unter anderem hunderte künstliche Inseln aufgeschüttet.
  • Satellitenaufnahme vom Amazonasgebiet bei Rondônia
    Abholzung: Rondônia in Brasilien im Jahr 2000
    Das Bild zeigt einen Teil der Region Rondônia im Amazonasgebiet im Westen Brasiliens. Dort hat die Abholzung des Regenwalds ein besonders großes Ausmaß angenommen. Waldgebiete werden im Bild dunkelgrün dargestellt. Hellbraune Flächen sind Erdboden, hellgrüne Flächen sind Felder oder Gebiete, in denen Wald nachgewachsen ist.
  • Satellitenaufnahme vom Amazonasgebiet bei Rondônia
    Abholzung: Rondônia in Brasilien im Jahr 2012
    Das Bild zeigt einen Teil der Region Rondônia im Amazonasgebiet im Westen Brasiliens. Dort hat die Abholzung des Regenwalds ein besonders großes Ausmaß angenommen. Waldgebiete werden im Bild dunkelgrün dargestellt. Hellbraune Flächen sind Erdboden, hellgrüne Flächen sind Felder oder Gebiete, in denen Wald nachgewachsen ist.
  • Satellitenaufnahme vom Tagebau am Athabasca-Fluss in der Provinz Alberta in Kanada
    Kanada: Förderung von Ölsand im Jahr 1985
    Das Foto zeigt einen Tagebau am Athabasca-Fluss in der Provinz Alberta in Kanada. Dort wird sogenannter Ölsand abgebaut. Das ist Sand, der mit einer sehr dickflüssigen Form von Erdöl vermischt ist. Das Foto zeigt Tagebaue und die dazugehörigen Gebäude und Straßen. In der Mitte des Bildes verläuft der Fluss (von oben nach unten). Um Ölsand zu fördern, muss der Wald abgeholzt werden. Die Tagebaue sind bis zu 80 Meter tief.
  • Satellitenaufnahme vom Tagebau am Athabasca-Fluss in der Provinz Alberta in Kanada
    Kanada: Förderung von Ölsand im Jahr 2015
    Das Foto zeigt einen Tagebau am Athabasca-Fluss in der Provinz Alberta in Kanada. Dort wird sogenannter Ölsand abgebaut. Das ist Sand, der mit einer sehr dickflüssigen Form von Erdöl vermischt ist. Das Foto zeigt Tagebaue und die dazugehörigen Gebäude und Straßen. In der Mitte des Bildes verläuft der Fluss (von oben nach unten). Um Ölsand zu fördern, muss der Wald abgeholzt werden. Die Tagebaue sind bis zu 80 Meter tief.
  • Satellitenaufnahme des Columbia-Gletschers im Jahr 1986
    Der Columbia-Gletscher im Jahr 1986
    Der Columbia-Gletscher liegt an der Bucht Prince William-Sund im Südosten Alaskas. Er zählt zu den Gletschern, die sich besonders stark verändern. Das veranschaulichen Satellitenbilder aus den Jahren 1986 und 2017. Die Farben auf den Bildern entsprechen nicht der menschlichen Wahrnehmung. Schnee und Eis erscheinen in blau-grünen Farbtönen, Pflanzen sind grün, Wasser blau und Wolken weiß oder orange. Felsen sind braun und grau. In den drei Jahrzehnten seit 1986 hat sich der Gletscher etwa 20 Kilometer zurückgezogen. Außerdem hat er ungefähr die Hälfte seiner Eismasse verloren.
  • Satellitenaufnahme des Columbia-Gletschers im Jahr 2017
    Der Columbia-Gletscher im Jahr 2017
    Der Columbia-Gletscher liegt an der Bucht Prince William-Sund im Südosten Alaskas. Er zählt zu den Gletschern, die sich besonders stark verändern. Das veranschaulichen Satellitenbilder aus den Jahren 1986 und 2017. Die Farben auf den Bildern entsprechen nicht der menschlichen Wahrnehmung. Schnee und Eis erscheinen in blau-grünen Farbtönen, Pflanzen sind grün, Wasser blau und Wolken weiß oder orange. Felsen sind braun und grau. In den drei Jahrzehnten seit 1986 hat sich der Gletscher etwa 20 Kilometer zurückgezogen. Außerdem hat er ungefähr die Hälfte seiner Eismasse verloren.