09.01.2014 | Ressourcen | Klima | Energie

Reise in die nachhaltige Zukunft

Schild mit der Aufschrift "Nationalpark" und der Abbildung einer Eule
Grundschule

Die Schüler/-innen tragen zusammen, was sie über die wichtigsten Probleme der Welt wissen. Sie beschreiben eine Welt der Zukunft, in der diese Probleme gelöst sind und entwickeln Ideen, was zu tun ist, um eine solche Zukunft einzuleiten.

Ziele

Die Schüler/-innen ...

  • beschreiben Zusammenhänge zwischen Lebensräumen und Lebensbedingungen für Tiere, Menschen und Pflanzen,
  • diskutieren die Bedeutung und Nutzung von Ressourcen,
  • bewerten ihre Konsumgewohnheiten unter ökologischen Kriterien (zum Beispiel Abfallvermeidung, Energieverbrauch),
  • stellen an Beispielen die Lebensbedingungen und Lebensgewohnheiten von Menschen anderer Zeiträume dar, vergleichen diese miteinander, erklären und begründen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu heutigen Lebensbedingungen.

Umsetzung

Zum Einstieg zeigt die Lehrkraft ein großformatiges Bild des Planeten Erde (digitales Fotomaterial ist zum Beispiel kostenlos bei der NASA erhältlich.

Zunächst werden die Schüler/-innen aufgefordert, frei zu assoziieren:

  • Was kommt euch in den Sinn, wenn ihr dieses Bild seht?
  • Wenn ihr jemandem die Welt beschreiben solltet, der sie noch nie aus der Nähe gesehen hat (zum Beispiel einem Außerirdischen), was würdet ihr über sie erzählen?
  • Und wenn derjenige fragen würde, wie es der Erde geht, was würdet ihr antworten?

Die Schüler/-innen sammeln nun Ideen, mit welchen Herausforderungen die Welt gegenwärtig konfrontiert ist. Dazu tragen sie stichwortartig an der Tafel zusammen, was sie aus Medien, der Schule oder anderen Quellen über den Zustand der Welt wissen (zum Beispiel der Umwelt, Menschen in anderen Ländern, Tiere).

Die Lehrkraft leitet nun die Phase der Einzelarbeit ein:

Stellt euch vor, ihr hättet eine Möglichkeit entdeckt, in die Zukunft zu reisen – zum Beispiel in das Jahr 2090. Dort gibt es schon Flugzeuge, mit denen Kinder um die ganze Welt fliegen können. Ihr steigt in eines ein und schaut euch die ganze Welt an. Ihr seid begeistert davon, wie gut sich alles entwickelt hat. Alle Probleme, mit denen die Welt einmal zu kämpfen hatte, wurden gelöst. Das wollt ihr unbedingt allen erzählen, die glauben, dass das furchtbar schwierig sei.

Zurück in der Gegenwart schreibt ihr einen Artikel für eine bekannte Kinderzeitschrift. Er soll ungefähr eine halbe Seite lang sein. Darin beschreibt ihr, was ihr auf eurem Flug gesehen habt: Wie ging es den Tieren und Menschen? Konntet ihr erkennen, in welchem Zustand die Wälder waren? Wie sah das Wasser aus? Gab es genug davon? Oder das Klima, hat es sich verändert?

Die Lehrkraft weist darauf hin, dass sich die Schüler/-innen dabei auf die von ihnen zu Beginn genannten Probleme beziehen können. Im Anschluss werden einige Briefe exemplarisch vorgelesen oder an die Wand geheftet.

Zum Abschluss überlegt die Klasse gemeinsam, was sie jetzt schon dazu beitragen kann, um eine solche Zukunft einzuleiten.Es kann ein eigenes Projekt anvisiert oder es können bereits bestehende Initiativen vorgestellt werden, in denen sich Kinder für eine nachhaltige Zukunft engagieren.

Erweiterung

  • Die Schüler/-innen entwickeln Ideen, wer sich ihrer Meinung nach um die identifizierten Probleme kümmern sollte. Sie tragen ihr Wissen zusammen, welche Personen oder Institutionen sich damit befassen könnten, gegebenenfalls recherchieren sie dazu. Dann formulieren sie Aufträge für die Verantwortlichen. Diese können gegebenenfalls als E-Mail oder Brief an die jeweiligen Adressaten verschickt werden.
  • Die Schüler/-innen können den von ihnen verfassten Artikel als "E-Mail an die Zukunft" versenden. Einen solchen Mailversand bieten die Internetseiten www.mailtothefuture.de oder www.futureme.org (englischsprachig). Der Text wird gespeichert und zu einem wählbaren Zeitpunkt in der Zukunft automatisch an die angegebene E-Mail-Adresse zurückgeschickt. So haben die Absender später die Möglichkeit, zu vergleichen, wie sich ihre Vision entwickelt hat. 
  • Die Unterrichtseinheit kann als Einstieg in das Thema "Engagement von Kindern und Jugendlichen" genutzt werden. Die Schüler/-innen können sich dafür eine ihrer Zukunftsvisionen aussuchen und recherchieren (zum Beispiel in Kindersuchmaschinen oder in den unten genannten Websites), welche Organisationen sich bereits für eine Lösung der gesammelten Fragen einsetzen und welche Möglichkeiten es für Kinder gibt, sich dort zu beteiligen. Gegebenenfalls können interessante Personen in den Unterricht eingeladen oder interviewt werden. Dies kann auch zur Anbahnung von Kooperationen oder als Vorbereitung für eigene Projekte dienen. Relevante Organisationen sind zum Beispiel:
  • Greenpeace: Informationen zu Kinderaktionen und den "Greenteams" unter https://kids.greenpeace.de/
  • Naturschutzjugend (NAJU) im Naturschutzbund Deutschland (NABU) e. V.: Kontakt zu Kindergruppen unter http://www.najuversum.de
  • Das Portal "Mehr wissen! Mehr tun!" lädt ein, sich über Ideen für ein nachhaltiges Leben auszutauschen, und zeigt viele Beispiele.
  • Aktuelle Partizipationsprojekte für Schulen im Themenfeld Klimawandel sind Aktion Klima! mobil und SoKo Klima, die vom Bundesumweltministerium (BMU) gefördert werden. Aktion Klima! mobil zielt darauf, Schulen mit Partnern aus dem schulnahen Umfeld zusammen zu bringen, um gemeinsam Klimaschutzaktionen umzusetzen. SoKo Klima Projekt unterstützt Schülerinnen und Schüler dabei, sich an Stadtplanungsvorhaben an ihrem eigenen Wohnort zu beteiligen.

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Informationen und Materialien

Hintergrund (1)

09.01.2014 | Ressourcen | Klima | Energie
UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon auf der Klimaschutzkonferenz in Warschau 2013

Die Welt muss dringend handeln, um für die nachfolgenden Generationen einen lebenswerten Planeten zu gestalten – so die Position vieler Fachleute, die sich mit dem Klimawandel befassen. Viele Lösungsansätze sind bereits bekannt, zum Beispiel der Umstieg auf erneuerbare Energien oder die Einigung auf internationale Klimaschutzabkommen. Doch oft stoßen Veränderungen auf Widerstand. Welche Wege gibt es hin zu einer nachhaltigen Gesellschaft? Welche Rolle spielt dabei die Bildung – und wie kann der Wandel selbst zum Bildungsinhalt werden?

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Bilderserien (1)

09.01.2014 | Ressourcen | Klima | Energie
Expedition der NASA in der Antarktis
Sekundarstufe, Grundschule

Die Bilderserie veranschaulicht die wichtigsten globalen Entwicklungstrends der Menschheit. Darunter sind sowohl gefährliche Entwicklungen wie der Klimawandel oder der steigende Wasserbedarf als auch positive wie die Verringerung der Armut. Die Darstellung der Entwicklungen beruht auf den globalen "Megatrends", die der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen in seinem Hauptgutachten von 2011 benennt.

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