Tiere und Pflanzen als Ware

Ein Afrikanischer Elefant in Frontalansicht; im Hintergrund Gras und Gebüsch.
Sekundarstufe

Das Elfenbein des Afrikanischen Elefanten macht ihn zur Zielscheibe von illegaler Jagd und Handel. Das Artenschutzabkommen soll gefährdete Tiere und Pflanzen vor der Ausrottung bewahren. Die Schüler/-innen steigen in das Thema Artenschutz anhand einer Bildergalerie ein. Danach erarbeiten sie in Gruppen anhand von Kurztexten Informationen zu einzelnen bedrohten Arten. Im Anschluss bietet sich ein Brainstorming an, um weitere Aspekte, Fragen und auch Anregungen zu sammeln.

Lernziele

  • die Bedeutung des Begriffs Artenvielfalt und Artenschutz kennen
  • Ausmaß der Bedrohung einzelner Arten durch illegale Jagd und Schmuggel erarbeiten
  • Argumente für den Schutz der Artenvielfalt kennen
  • Informationen aus Texten entnehmen
  • Ergebnisse vortragen und mit anderen diskutieren

Umsetzung

Anlass der Stunde ist der Internationale Tag des Artenschutzes am 3. März sowie das Artenschutzabkommen von 1973 (Informationen dazu finden sich im Hintergrund). Auch die wiederkehrenden Medienberichte über einzelne bedrohte Arten können als Anlass aufgegriffen werden. Als Einstieg betrachtet die Klasse gemeinsam eine Bildergalerie: Zu sehen sind Bilder von Pflanzen sowie Arten, die durch illegale Jagd und Handel bedroht sind. Die Klasse überlegt gemeinsam, warum die Pflanzen und Tiere gefährdet sein könnten.

Im Anschluss erarbeiten die Schüler/-innen in Gruppen Arbeitsblätter, auf denen anhand von Kurztexten Informationen und Hintergründe zu bedrohten Arten zusammengestellt sind. Vorgestellt werden der Afrikanische Elefant und der Schneeleopard: Beide sind im Washingtoner Schutzabkommen gelistet und zwar als besonders gefährdete Arten. Ebenso der Eurasische Luchs, der über Jahrhunderte auch wegen seinem Fell gejagt wurde und in Teilen Europas fast ausgerottet war. Nun kehrt das Tier zurück. Die Teufelskralle ist durch den Handel als entzündungshemmende Medizin in ihrem Bestand gefährdet.

Die Kurztexte liefern Informationen zu den Arten selbst, zu ihrem Lebensraum und ihrer Bedeutung für das Ökosystem vor Ort. Auf den Arbeitsblättern sind außerdem Fragen zum Themenbereich formuliert. Zentrale Fragen sind: Warum sind die Arten durch illegalen Handel bedroht – und wie können sie geschützt werden?

Zum Sammeln von Antworten und Ideen können die Schüler/-innen zum Beispiel die sogenannte Methode 6-3-5 anwenden: Sechs Teilnehmer schreiben jeweils drei Ideen in fünf Minuten auf. Dabei lassen sie sich von den anderen inspirieren und lassen ihren Assoziationen freien Lauf.

Abschließend präsentieren die Gruppen ihre Ergebnisse. Welche Ideen haben die Schüler/-innen für einen besseren Schutz gesammelt? Welche Aspekte sind hinzugekommen, welche Fragen sind noch offen?

Erweiterung

  • In den BMU-Materialien "Biologische Vielfalt" bietet das erste Kapitel zu "Artenvielfalt weltweit" verschiedene Arbeits- und Infoblätter an.

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Dieser Text steht unter der Creative Commons-Lizenz CC BY-NC-SA 3.0. Sie dürfen ihn zu allen nicht-kommerziellen Zwecken - also auch für den Unterricht - verwenden und bearbeiten, z.B. kürzen oder umformulieren. www.umwelt-im-unterricht.de muss immer als Quelle genannt werden. Details zu den Bedingungen finden Sie auf der Creative Commons-Website.

Informationen und Materialien

Hintergrund (1)

01.03.2012 | Ökosysteme und biologische Vielfalt | Konsum
Orchidee mit weißen Blättern und rosa Punkten.

Die Vielfalt der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten ist bedroht – denn viele Arten drohen auszusterben. Mit dem Washingtoner Artenschutzabkommen von 1973 wurden deshalb Handelsbeschränkungen für bedrohte Tiere und Pflanzen aufgestellt. Zu einem Symbol für die Bedrohung durch den Handel – und die Bedeutung des Artenschutzes – wurde der Afrikanische Elefant. Erst 2011 wurde eine Rekordmenge von geschmuggeltem Elfenbein beschlagnahmt. Wie funktioniert das Artenschutzabkommen, welche Arten sind bedroht und welche Maßnahmen des Artenschutzes gibt es?

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Arbeitsmaterialien (2)

01.03.2012 | Ökosysteme und biologische Vielfalt | Konsum
Kopf und Oberkörper eines Schneeleopard; helles Fell mit dunklen Flecken.
Sekundarstufe

In den Materialien finden sich Informationstexte: Sie beschreiben den Afrikanischen Elefanten, den Luchs, die Teufelskralle sowie den Schneeleoparden. Diese Tiere und Pflanzen sind oder waren durch illegale Jagd und Handel gefährdet. Das Material bietet wenige Fragen als Leitfaden zur Erarbeitung der Texte. Im Anschluss präsentieren die Schüler/-innen in Gruppen jeweils eine der Arten oder sie vertiefen das Thema mit der Methode 6-3-5.

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01.03.2012 | Ökosysteme und biologische Vielfalt | Konsum
Ausschnitt eines Arbeitsblattes zur Methode 6-3-5.
Sekundarstufe, Grundschule

Ein Brainstorming anhand der Methode 6-3-5 kann helfen, Ideen, Hinweise und offene Fragen zu sammeln und zu strukturieren. Als Vorlage dient ein Blatt, das in 3 Spalten und 6 Zeilen aufgeteilt ist. Gruppen von optimal sechs Schüler/-innen nutzen ein Blatt gemeinsam für das Brainstorming. So werden Ideen wieder aufgegriffen und weiterentwickelt. Die Methode kann für unterschiedliche Themenbereiche genutzt werden.

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Bilderserien (1)

01.03.2012 | Ökosysteme und biologische Vielfalt | Konsum
Fell eines Schneeleoparden in Aufsicht.
Sekundarstufe, Grundschule

In der Bildergalerie werden der Afrikanische Elefant, der Schneeleopard, der Luchs und die Teufelskralle gezeigt. Die Bildunterschriften arbeiten mit wenigen Informationen und mit Fragen, sodass die Schüler/-innen das Thema illegale Jagd und Handel sowie Artenschutz selbständig erarbeiten können.

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Zielgruppe