19.02.2015 | Ressourcen | Stadt

Was braucht man für ein Haus?

Baufachleute im Gespräch
Grundschule

Die Klasse beschäftigt sich zunächst mit der Frage, welche Rohstoffe und Baumaterialien benötigt werden, um ein Haus zu bauen. Anhand von Beispielen wird erarbeitet, woher die Rohstoffe stammen und in welchem Maße sie zur Verfügung stehen. Anhand von Fotos vergleichen die Schüler/-innen verschiedene Bauweisen und stellen Merkmale zusammen, welche nachhaltige Baustoffe kennzeichnen.

Ziele

Die Schüler/-innen...

  • erkennen, welche Rohstoffe genutzt werden, um Häuser/Städte zu bauen,
  • entwickeln am Beispiel Sand ein Bewusstsein für die Endlichkeit dieser Rohstoffe,
  • lernen alternative Modelle der Stadtplanung/für nachhaltiges Bauen kennen,
  • bewerten unterschiedliche Modelle von Häusern,
  • entwickeln selbst Lösungsansätze für nachhaltiges Bauen.

Umsetzung

Zum Einstieg beschäftigt sich die Klasse in einem Unterrichtsgespräch – zum Beispiel im Sitzkreis – mit der Fragestellung: Was benötigt man, um ein Haus zu bauen? Die Lehrkraft zeigt Beispiele für Materialien und Rohstoffe wie zum Beispiel Sand, Gips oder Beton. Die Materialien können auch als Bilder vorgelegt werden, geeignete Motive enthält die Bilderserie zu diesem Unterrichtsvorschlag. 

Im Unterrichtsgespräch werden nach und nach folgende Fragestellungen thematisiert:

  • Wo kommen die Rohstoffe her?
  • Sind sie aus der Nähe?
  • Stehen sie unendlich zur Verfügung?

Alternativ oder ergänzend zu diesem Einstieg kann auch ein kleines Experiment mit Sand durchgeführt werden: Eine kleine Kiste mit Sand wird mitgebracht, in der Spielzeughäuser aufgebaut sind. Der Sand wird "abgebaggert". Dabei rutscht der restliche Sand nach, die Gebäude geraten ins Rutschen. Die Schüler/-innen erkennen, dass der Sand fehlt und anderweitig gebunden ist. Er steht an seinem Ursprungsort nicht mehr zur Verfügung. So wird die Problematik der Endlichkeit der Ressourcen deutlich.

Im Unterrichtsgespräch erläutert die Lehrkraft die Problematik der Endlichkeit von Ressourcen. Die Lehrkraft nennt Alternativen bei Baustoffen. Dazu kann unterstützend die Bilderserie eingesetzt werden. 

In einer ersten Arbeitsphase werden in Partnerarbeit oder im Unterrichtsgespräch Darstellungen von typischen Häusern in konventioneller und nachhaltiger Bauweise verglichen. Die Schüler/-innen tragen auf dieser Grundlage Merkmale für ein "Haus der Zukunft" zusammen und fertigen selbst eine Skizze an. Darin veranschaulichen sie Unterschiede zum "normalen" Haus.

In einer zweiten Arbeitsphase bewerten die Schüler/-innen die verschiedenen Bauweisen. Sie stellen eigene Ideen zusammen und begründen ihre Bewertung:

  • Wo würdest du lieber wohnen?
  • Warum sollen Leute dort wohnen?
  • Wie stellt ihr euch die Stadt der Zukunft vor? 

Gegebenenfalls kann als weiterer Aspekt diskutiert werden, was die Wahl verschiedener Bauweisen und Baustoffe beeinflusst:  

  • Was spricht dafür, dass zukünftig vermehrt nachhaltige Baustoffe und Bauweisen eingesetzt werden?
  • Welche Hindernisse könnte es dabei geben? (zum Beispiel fehlendes Wissen, Kosten)
  • Wie könnte man die Hindernisse überwinden?

Erweiterung:

  • Die Schüler/-innen bauen Modelle eines Gebäudes oder einer Stadt. In Anlehnung an das Konzept der Verwendung von Recycling-Baustoffen können dafür auch alte Verpackungen wie Dosen und Kartons oder Restmaterialien aus dem Kunst- oder Technikunterricht et cetera verwendet werden.
  • Die Schüler/-innen unternehmen eine Exkursion in die eigene Umgebung und bewerten dort vorhandene Gebäude.
  • Es bietet sich an, die Beschäftigung mit einzelnen Gebäuden einzubetten in eine umfassendere Unterrichtseinheit zum Thema Stadt. Anregungen und Materialien bieten zum Beispiel folgende Themen bei Umwelt im Unterricht: Wer baut die Stadt von morgen?Geoinformationen: gute Karten für den UmweltschutzGibt es ein Leben ohne Auto? und Stadt, Land, Klima: Deutschland passt sich an.

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