27.06.2014 | Stadt | Klima

Was bringt der Klimawandel?

Aachener Weiher
Grundschule

Wie kann sich unsere Region auf den Klimawandel einstellen? Ausgehend von eigenen Erfahrungen mit dem Wetter werden der Begriff "Klima" und die möglichen Folgen des Klimawandels thematisiert. Anhand von Beispielen für Klimafolgen und Anpassungsmaßnahmen erarbeiten die Schüler/-innen, was der Klimawandel für verschiedene Lebensbereiche in Deutschland bedeuten könnte. Sie entwickeln Ideen für die Anpassung in ihrem Lebensumfeld und stellen diese bildlich dar.

Ziele

Die Schüler/-innen ...

  • beschreiben am Beispiel des Klimawandels Zusammenhänge zwischen Lebensräumen und Lebensbedingungen für Tiere, Menschen und Pflanzen,
  • beschreiben Veränderungen in der Natur und stellen Entwicklungsphasen dar,
  • vergleichen, beschreiben und dokumentieren Merkmale von Siedlungen, Verkehrswegen und ihrer natürlichen Umgebung wie zum Beispiel Gewässer,
  • untersuchen, beschreiben und vergleichen anhand von Folgen des Klimawandels in Deutschland Veränderungen in geografischen Räumen,
  • erkunden und beschreiben Strukturen des eigenen Lebensraumes und der Region,
  • recherchieren mit/in Medien und nutzen die Informationen für eine Präsentation,
  • planen und führen Versuche durch und werten Ergebnisse aus (Erweiterung : Wetterbeobachtung).

Umsetzung

Die Schüler/-innen erarbeiten anhand von Beispielen ausgewählter Orte in Deutschland und/oder der eigenen Region, welche Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel dort möglich sind.

Zum Einstieg sammelt die Klasse ihre persönlichen "Wetterrekorde", das heißt Erlebnisse mit besonders heißem oder kaltem Wetter, Sturm oder Ähnlichem. Die Schüler/-innen können auch berichten, von welchen extremen Wetterereignissen sie schon gehört haben (zum Beispiel das Pfingst-Unwetter, das 2014 in Nordrhein-Westfalen schwere Sturmschäden angerichtet hat, oder die Überschwemmungen im Juni 2013 in verschiedenen Regionen Mitteleuropas, bei denen auch Teile Süd- und Ostdeutschlands schwer betroffen waren).

Um den Eindruck der Bedrohung zu vermeiden, sollen ausdrücklich auch positive Eindrücke erwähnt werden, wie zum Beispiel ein besonders schöner Badesommer oder ein Skiurlaub mit viel Schnee. Stichworte aus den Berichten werden für alle sichtbar notiert.

Im Unterrichtsgespräch informiert die Lehrkraft zunächst darüber, dass der Klimawandel zu einer Zunahme von Wetterextremen führt. (Grundlagenwissen zum Klimawandel und seinen Ursachen sollte vorhanden sein. Geeignete Materialien zum Thema stellt zum Beispiel das Bundesumweltministerium bereit.) Die Lehrkraft klärt im Unterrichtsgespräch den Unterschied zwischen Wetter und Klima (Informationen finden sich im Hintergrund sowie in den genannten BMU-Materialien, Seite 5).

Die Lehrkraft stellt die Leitfrage für die anschließende Arbeitsphase: Wie kann sich meine Region auf den Klimawandel einstellen? In Kleingruppen oder in Partnerarbeit recherchieren die Schüler/-innen mithilfe der Fotomotive und Texte einer Bilderserie, wie sich der Klimawandel und die Häufung extremer Wetterereignisse für verschiedene Betroffene auswirken. Die Bilder zeigen unter anderem Beispiele für Anpassungsmaßnahmen wie schwimmende Häuser oder begrünte Dächer.

Zur Unterstützung kann die Recherche mithilfe von Fragen strukturiert werden:

  • Worum geht es auf dem Bild: um Wohnen, Arbeiten, die Gesundheit, …?
  • Was ist hier das Problem, wenn es extremes Wetter gibt? (Achtet auch auf die Ergebnisse vom Anfang, die "Wetterrekorde"!)
  • Wer ist betroffen?
  • Auf welche Art kann das Problem gelöst werden? (Zum Beispiel eine besondere Technik, ein spezielles Baumaterial, das Ändern von Verhaltensweisen …)

Die Gruppen bekommen die Aufgabe, ein "klimafittes" Gebäude oder einen Stadtteil bildlich darzustellen. Auf dem Bild sollen die besonderen Merkmale gekennzeichnet werden.

Die Ergebnisse werden vorgestellt, dabei begründen die Gruppen ihre Anpassungsmaßnahmen.

Zum Abschluss können im Unterrichtsgespräch (gegebenenfalls nach einer Abstimmung) ausgewählte Maßnahmen bewertet werden. Dabei kann die Lehrkraft folgende Punkte einbringen, um Bezüge zu anderen Aspekten des Klimawandels herzustellen:

  • Wäre es eher leicht oder eher schwer, die Maßnahme(n) umzusetzen? Warum?
  • Kennt ihr neben eurer Region andere Regionen, auch weltweit, wo die Anpassung noch wichtiger wäre?

Erweiterung

  • Die Schüler/-innen beobachten das Wetter, möglichst über einen längeren Zeitraum, und dokumentieren ihre Beobachtungen. Dazu kann zum Beispiel eine einfache Wetterstation eingerichtet werden, um Temperaturen, Niederschlag etc. zu messen. Umfassende Informationen und Arbeitsblätter bietet unter anderem das Schweizer Projekt GLOBE.

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Informationen und Materialien

Hintergrund (1)

27.06.2014 | Stadt | Klima
Begrünte Dächer

Die globale Erderwärmung kann noch auf zwei Grad begrenzt werden, wenn die entsprechenden Maßnahmen zügig umgesetzt werden. Zu diesem Ergebnis kommt der Weltklimarat IPCC in seinem zuletzt veröffentlichten fünften Sachstandsbericht. Gleichzeitig betont der IPCC: Manche Folgen des Klimawandels sind schon jetzt spürbar - und die Welt muss sich besser darauf einstellen. In vielen Städten Deutschlands hat die Anpassung bereits begonnen.

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Arbeitsmaterialien (1)

01.12.2009 | Klima | Energie
Titelbild BMU-Bildungsmaterialien Klimawandel
Grundschule

Das Material umfasst 23 Arbeitsblätter. Die Schülerinnen und Schüler lernen daraus Ursachen und Folgen des Klimawandels kennen. Sie können sich informieren über: "Eisbären in Not", "Vom Wetter zum Klima", "Der natürliche Treibhauseffekt", "Der Mensch verändert das Klima", "Was sind die Folgen des Klimawandels?", "In der Zukunft" und "Was kann ich tun?"

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Bilderserien (1)

27.06.2014 | Stadt | Klima
Flußaue und Deich
Sekundarstufe, Grundschule

Wie viel Platz braucht ein Fluss? Wie können Städte und Landwirtschaft mit Hitze und Trockenheit umgehen? Die Fotomotive zeigen Beispiele für Klimafolgen, die auch Deutschland betreffen. Die kurzen verständlichen Texte beschreiben Probleme und Lösungsansätze.

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Zielgruppe