Was macht Produkte "umweltfreundlich"?

Das Label Grüner Punkt
Grundschule

Anhand von Produktbeispielen lernen die Schüler/-innen den Begriff des "ökologischen Rucksacks" kennen. Ausgehend von Beispielen erarbeiten sie, welche Merkmale umweltfreundliche Produkte kennzeichnen. Sie stellen eine Checkliste für den umweltfreundlichen Einkauf zusammen.

Ziele

Die Schüler/-innen ...

  • erklären den Begriff des "ökologischen Rucksacks" für Konsumprodukte (alle mit dem Produkt verbundenen Auswirkungen auf die Umwelt), 
  • bewerten die Umweltverträglichkeit eines Produktes und berücksichtigen dabei dessen gesamten Lebenszyklus (Gewinnung von Rohstoffen, Produktion, Nutzung, Entsorgung)
  • erklären das Prinzip des "Ökodesigns" (den Einfluss des Entwurfs- und Gestaltungsprozesses auf die Umweltverträglichkeit von Produkten),
  • verstehen die Bedeutung eines verantwortungsvollen Umgangs mit natürlichen und gestalteten Ressourcen,
  • lernen eine kritisch-konstruktive Haltung zu Naturwissenschaft und Technik kennen. 

Umsetzung

Zum Einstieg stellt die Lehrkraft den Schüler/-innen im Sitzkreis Produkte aus dem Alltag vor, darunter Beispiele für ökologisch eher vorteilhafte Produkte wie Schulhefte aus Recyclingpapier oder eine Mehrwegflasche sowie eher problematische Produkte wie ein Handy oder andere IT- Geräte wie Tablets oder Einweg-Getränkedosen. 

Die Lehrkraft fordert die Schüler/-innen auf, die Produkte in "umweltfreundliche" und eher weniger umweltfreundliche zu sortieren. Die Schüler/-innen begründen ihre Zuordnung. Dabei werden die Argumente auf Karteikarten notiert. Dabei führt die Lehrkraft das sprachliche Bild des "ökologischen Rucksacks" ein: Dieser umfasst alle Umweltbelastungen, die mit einem Produkt zusammenhängen. Die Argumente der Schüler/-innen werden unter der Überschrift "ökologischer Rucksack" für alle sichtbar gesammelt, zum Beispiel an der Tafel. Gegebenenfalls kann auch ein Foto oder eine Zeichnung eines Rucksacks verwendet werden.

Was enthält der "ökologische Rucksack"?



"Die Förderung der Rohstoffe schadet der Umwelt"

"verbraucht viel Strom"

"landet schnell auf dem Müll, kann nicht recycelt werden"

(Illustration: ArtsyBee/pixabay.com/C00 gemeinfrei)

Die Lehrkraft erläutert, dass sich die Bewertungen auf verschiedene Phasen im Lebenszyklus der Dinge beziehen: die Gewinnung der Rohstoffe, die Produktion, die Nutzung sowie die Entsorgung. Sie weist darauf hin, dass bereits bei der Planung der Herstellung festgelegt werden kann, wie groß der "ökologische Rucksack" eines Produktes wird. Zum Bespiel kann ein Getränkehersteller entscheiden, ob er eine Limonade aus Biofrüchten herstellt und in Mehrwegflaschen anbietet oder ob sie in Dosen verkauft wird.

Die zuvor gesammelten Karteikarten werden den Phasen im Lebenszyklus eines Produktes zugeordnet. Die Schüler/-innen bringen sie in die richtige Reihenfolge. Dazu werden die Phasen in Form eines Pfeilschemas für alle sichtbar festgehalten:

In der anschließenden Arbeitsphase erhalten die Schüler/-innen den Auftrag, in Gruppen- oder Partnerarbeit zu erarbeiten, welchen "ökologischen Rucksack" weitere Produkte haben. Dabei können – je nach Vorkenntnissen oder gewünschtem Schwerpunkt – verschiedene Produkte vorgegeben oder von den Schülern und Schülerinnen selbst gewählt werden. Ihre Ideen sammeln die Schüler/-innen ebenfalls auf Karteikarten. Die Karten können auf einem Plakat wieder in Form eines Rucksacks angeordnet werden. Mögliche positive Merkmale eines Produkts werden als ein zweiter Rucksack dargestellt.

Zum Abschluss werden die Arbeitsergebnisse vorgestellt und verglichen. Dabei wird überlegt, welche Produktmerkmale auch auf andere Produkte übertragbar sind – zum Beispiel Stromverbrauch, Verwendung von Recyclingmaterial et cetera. Die Ergebnisse werden zu einer Checkliste zusammengefasst. Abschließend können die Schüler/-innen abstimmen, worauf sie beim nächsten Einkauf achten woll

Creative Commons LizenzvertragDieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz.

Sie dürfen diesen Text unter anderem ohne besondere Genehmigung verwenden und bearbeiten, z.B. kürzen oder umformulieren, sowie weiterverbreiten und vervielfältigen. Dabei müssen www.umwelt-im-unterricht.de als Quelle genannt sowie die oben genannte Creative Commons-Lizenz verwendet werden. Details zu den Bedingungen finden Sie auf der Creative Commons-Website.

Open Educational Resources Logo Umwelt im Unterricht unterstützt die Erstellung von Bildungsmaterialien unter offenen Lizenzen im Sinne der UNESCO.

Informationen und Materialien

Hintergrund (1)

03.12.2015 | Ressourcen | Wirtschaft und Arbeitswelt
Ausschnitt: Reifenlabel der EU

Ökodesign zielt darauf, Umweltschutz- und Nachhaltigkeitskriterien schon in die Entwicklung von Produkten einfließen zu lassen. Darauf aufmerksam machen soll der Bundespreis Ecodesign, der am 23. November 2015 schon zum vierten Mal verliehen wurde. Was bringt Ökodesign für Umwelt und Gesellschaft und was sind die Herausforderungen?

mehr lesen

Bilderserien (1)

03.12.2015 | Ressourcen | Wirtschaft und Arbeitswelt
grüner Rucksack
Grundschule, Sekundarstufe

Woraus besteht ein Produkt eingentlich? Wie wird es genutzt? Was passiert, wenn es nicht mehr gebraucht wird? Die Fragen und Beispiele für Alltagsprodukte veranschaulichen, was der "ökologische Rucksack" eines Produktes enthalten kann. So wird auch deutlich, wie Umweltbelastungen durch Entscheidungen im Entwicklungsprozess verringert werden können. 

mehr lesen

Zielgruppe