Wo sind die Umweltjobs in unserer Region?

Lupe auf Deutschlandkarte gerichtet
Sekundarstufe

Die Klasse diskutiert anhand von Beispielberufen, was "grüne" Jobs kennzeichnet. Die Schüler/-innen formulieren Ansprüche an ihre eigenen späteren Berufe. Mithilfe von Recherchetipps erarbeiten sie eigenständig Informationen zu Berufsbildern im Bereich "grüne" Jobs sowie Kontakte zu Unternehmen in ihrem Umfeld, in denen diese Berufe zu finden sind.

Ziele

Die Schüler/-innen 

  • recherchieren Informationen zu "grünen" Berufen und vergleichen sie mit eigenen Interessen/Fähigkeiten,
  • beschreiben kriterienorientiert unterschiedliche Berufsfelder,
  • beschreiben ihre Interessen und Wertvorstellungen und leiten daraus Kriterien für die Berufswahl ab,
  • bewerten Wunschberufe im Hinblick auf persönliche Eigenschaften und Zukunftsvorstellungen,
  • lernen unterschiedliche Beratungsmöglichkeiten durch außerschulische Institutionen und Ansprechpartner kennen,
  • wenden selbstständig unterschiedliche Recherchestrategien an,
  • formulieren zielgerichtet Interviewfragen,
  • bereiten Informationen auf und präsentieren diese. 

Umsetzung

Die Schüler/-innen recherchieren eigenständig Informationen zu Berufsbildern im Bereich "grüne" Jobs sowie zu Unternehmen in ihrem Umfeld, in denen diese Berufe zu finden sind.

Zum Einstieg kann die Lehrkraft als Impuls Bezeichnungen für "grüne Berufe" (siehe Liste mit Berufen aus den Materialien zum Green Day) an der Tafel beziehungsweise am interaktiven Whiteboard präsentieren. Alternativ können auch ausgewählte Fotos gezeigt werden (zum Beispiel Wartung von Windkraftanlagen).

Die Lehrkraft fordert die Schüler/-innen auf, zu überlegen, was die Berufe gemeinsam haben. In einem kurzen Unterrichtsgespräch werden Merkmale "grüner" Jobs gesammelt. (Hilfreiche Informationen findet die Lehrkraft im Hintergrundtext.) Dabei werden die Frage "Was sind grüne Jobs?" und die Beiträge der Schüler/-innen für alle sichtbar notiert.  

Im Anschluss fragt die Lehrkraft anhand von Beispielberufen nach den Vorstellungen der Schüler/-innen über ihr zukünftiges Berufsleben. Je nach Klassenstufe kann es sinnvoll sein, entweder Beispiele aus der Liste der "grünen" Berufe vorzugeben ("Wer kann sich vorstellen, später in diesem Job zu arbeiten?") oder nach bereits vorhandenen Wünschen zu fragen.

Um Assoziationen zu fördern und die Ergebnisse zu dokumentieren, wird während des Gesprächs eine Mindmap erstellt. Im Mittelpunkt steht die Leitfrage "Was sind meine Wünsche an meinen Beruf?" (oder kurz: "Mein Beruf"). Die ausgewählten Beispielberufe werden um die Leitfrage notiert. Die Vorstellungen der Schüler/-innen zu diesen Berufen werden in Stichworten rund um die jeweiligen Berufsbezeichnungen notiert (siehe Abbildung). Die Lehrkraft stellt ergänzende Fragen, um die Vorstellungen zu strukturieren.

Zum Beispiel:

  • Was findest du gut an diesem Beruf, was sind die Vorteile?
  • Welche Rolle spielt der Beruf für den Umwelt- und Klimaschutz?
  • Welche Tätigkeiten würdest du in diesem Beruf ausüben?
  • Wie kann man den Beruf erlernen?
  • Welche deiner persönlichen Eigenschaften oder Fähigkeiten kannst du in diesem Beruf nutzen?

Im Anschluss recherchieren die Schüler/-innen in Partnerarbeit oder kleinen Gruppen zu Berufen ihrer Wahl. Sie erhalten den Auftrag, ihre Vorstellungen zu den Berufen nach dem Vorbild der zuvor notierten Beispiele zu dokumentieren und diese Vorstellungen in der Recherche zu überprüfen.

Die Recherche findet bei knappem Zeitbudget möglichst direkt in der Schule online statt. Alternativ zur Online-Recherche können gedruckte Berufsbeschreibungen vorgelegt werden, aus denen die Gruppen Informationen zusammentragen (Infos zur Recherche enthalten die Materialien).

Nach Möglichkeit sollte die Recherche über eine kurze Suche im Internet hinausgehen. Es bietet sich an, sie als Vorbereitung für einen Besuch in einem Unternehmen zu nutzen und den Gruppen aufzutragen, entsprechende Kontakte selbst vorzubereiten und herzustellen (siehe Erweiterung).

Die Gruppen stellen ihre Rechercheergebnisse im Plenum vor und vergleichen sie mit den zuvor formulierten Wünschen und Vorstellungen.

Zum Abschluss kann die Klasse im Plenum die vorgestellten Beispieljobs nach verschiedenen Kriterien bewerten, zum Beispiel per Abstimmung mit Handzeichen:

  • Was ist der attraktivste Job unter den vorgestellten Beispielen?
  • Was ist der "grünste" Job?
  • Welcher Beruf wäre der, den du am wahrscheinlichsten ausüben könntest?

Die Ergebnisse sollten im Unterrichtsgespräch kurz verglichen werden. Dabei thematisiert die Lehrkraft gegebenenfalls auffällige Bewertungen oder Abweichungen sowie Begründungen für die abgegebenen Bewertungen.

Erweiterung

  • Im Anschluss an die Recherche zum Berufsbild nehmen die Gruppen Kontakt zu relevanten Unternehmen in der eigenen Region auf und bereiten gegebenenfalls einen Besuch vor. Sie recherchieren geeignete Kontakte und formulieren eine erste schriftliche Anfrage (siehe Recherchetipps in Materialien). Gegebenenfalls bereiten sie Fragen für einen nachfolgenden Anruf oder später für ein Gespräch vor Ort vor.
  • Die Internetseite zum Green Day bietet Arbeitsmaterialien und eine Handreichung für Lehrkräfte, die sich zur Ergänzung eignen oder in den Verlauf eingebettet werden können. Dazu zählen das Arbeitsblatt "Berufe im Klimaschutz" sowie eine Vorlage zur Dokumentation von Unternehmensbesichtigungen. Arbeitsblätter zu Berufen in den jeweiligen Arbeitsfeldern bieten auch die Unterrichtsmaterialien des Bundesumweltministeriums "Umweltfreundlich mobil" (Kapitel 6) und "Umweltfreundlich Energie erzeugen" (Kapitel 6).
  • Im Themenfeld "Grüne Wirtschaft" sind weitere Materialien bei Umwelt im Unterricht erschienen, die sich für eine Verknüpfung mit dem Thema "grüne Jobs" eignen: "GreenTec" für Klima und Umwelt sowie Nachhaltige Schülerfirmen: McMöhre statt Papp-Pizza.
  • Nachhaltige Schülerfirmen können eine Möglichkeit für Schüler/-innen sein, sich bereits frühzeitig praxis- und handlungsorientiert mit wichtigen Aspekten der Wirtschaft und beruflichen Tätigkeiten auseinanderzusetzen. Leitfäden für die Praxis und Kontakte zu bestehenden Projekten bietet die "NaSch-Community", ein Netzwerk für nachhaltige Schülerfirmen. 

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Informationen und Materialien

Hintergrund (1)

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Die Bildergalerie visualisiert die Bandbreite der Arbeitsfelder im Bereich "grüner" Berufe. Auch die Tätigkeiten von Schornsteinfeger/-innen, Gärtner/innen oder Architekt/-innen umfassen Umweltaspekte.

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Zielgruppe