Lösungsblatt für die drei Themen
Auf dem Lösungsblatt kannst du sehen, wie die Texte zusammengehören. Die Textabschnitte, die zu einem Thema gehören, können natürlich auch in anderer Reihenfolge zusammengesetzt werden. Auch andere Titel sind möglich.
Biodiversität und Gesundheit
Text 1 – Zoonosen/ Infektionskrankheiten
Durch die Zerstörung von Lebensräumen und den Verlust von Arten steigt das Risiko, dass Krankheitserreger vom Tier auf den Menschen überspringen. Tiere verlieren ihre natürlichen Lebensräume und kommen dadurch häufiger mit Menschen in Kontakt. Gleichzeitig finden Erreger, die ursprünglich nur bei bestimmten Tierarten vorkamen, weniger Wirte.
Zoonosen sind Krankheiten, die von Säugetieren auf den Menschen übertragen werden können. Zusätzlich können einige dieser Krankheiten auch durch Zecken oder Mücken verbreitet werden. Beispiele dafür sind Covid-19, Malaria oder Ebola.
Durch den Schutz und Erhalt von natürlichen Lebensräumen, kommen Wildtiere weniger in Kontakt mit Nutztieren und Menschen. Das verringert das Risiko, dass Krankheiten vom Tier auf den Menschen überspringen.
Text 2 – Arzneimittel /Medikamente
Viele Arzneimittel basieren auf Wirkstoffen, die ursprünglich aus Pflanzen oder anderen Organismen (z. B. Pilzen) gewonnen wurden. Dazu zählen unter anderem Antibiotika, Schmerzmittel sowie Medikamente gegen verschiedene Krebsarten. Pflanzen gelten bislang als wichtigste Quelle, während viele andere Organismen noch weitgehend unerforscht sind.
Für viele Millionen Menschen weltweit ist die traditionelle Medizin ein wichtiger Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig bilden natürliche Wirkstoffe auch die Grundlage zahlreicher moderner Medikamente. Der Verlust von Arten und Lebensräumen könnte daher auch die Entwicklung zukünftiger Arzneimittel erschweren.
Eine hohe Biodiversität erhöht die Chance, neue medizinisch nutzbare Wirkstoffe zu entdecken.
Text 3 – Vielfalt im menschlichen Körper/ Mikrobiom/ Boden und Mikroorganismen
Im Darm des Menschen gibt es viele unterschiedliche Mikro-Organismen, z. B. Bakterien. Die Gemeinschaft der Mikroorganismen in Darm heißt Mikrobiom. Das Mikrobiom ist wichtig für unsere Gesundheit z. B. für unser Immunsystem: Gesunde Darmbakterien können die Besiedlung durch krankmachende Erreger verhindern. Zu den verschiedenen Zusammenhängen wird aktuell geforscht.
Aber die Vielfalt der Mikroorganismen in unserem Darm nimmt ab – Eine der angenommenen Ursachen ist unsere Ernährung. Ein großer Teil unserer Nahrungsmittel wird im Boden angebaut. Wenn wir pflanzliche Lebensmittel essen, nehmen wir Mikroorganismen über die Pflanze aus dem Boden auf. Das heißt: Darm- und Bodenmikrobiom teilen ähnliche Bewohner. Doch durch intensive Landwirtschaft schwindet auch dort die Artenvielfalt. Das Bodenmikrobiom nimmt ab.
Eine hohe biologische Vielfalt in den Böden, in den ein großer Teil unserer Nahrung angebaut wrid, trägt zu vielfältigen und stabilien Mikrobiom in unserer Nahrung und schließlich auch in unserem Darm bei.
Umweltverschmutzung, Schadstoffe und Gesundheit
Text 1 – Feinstaub
Unsere Luft enthält oft hohe Konzentrationen an Feinstaub. Die winzigen Teilchen dringen tief in die Lunge ein und können Atemwegs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen.
Feinstaub entsteht bei Verbrennungsprozessen. Die Hauptquellen sind Energieerzeugung, Straßenverkehr und Industrieanlagen. Aber auch die Verbrennung von Müll trägt zur Feinstaubbelastung bei.
Der Ausbau öffentlicher Verkehrsmittel, vor allem in Städten und der Umstieg auf erneuerbare Energien kann dazu beitragen Feinstaub erheblich zu verringern.
Text 2 – Schwermetalle
Manche Schwermetalle braucht unser Körper, etwa Zink. Andere können uns schaden – Cadmium, Blei oder Quecksilber machen schon in geringen Mengen krank und schädigen Immunsystem, Herz-Kreislauf- und Nervensystem.
Schwermetalle kommen natürlich im Boden vor, der Großteil stammt jedoch aus Industrie, Verkehr sowie Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Pflanzen nehmen sie auf und so gelangen sie in unsere Nahrung.
Schwermetalle aus dem Boden zu entfernen ist kaum möglich. Stattdessen setzen Behörden auf Schutzmaßnahmen: Auf stark belasteten Äckern empfehlen sie Pflanzen anzubauen, die wenig Schwermetalle aufnehmen.
Text 3 – Mikroplastik
Als Mikroplastik werden Kunststoffteilchen bezeichnet, die kleiner als 5 Millimeter sind. Forschende haben Mikroplastik bereits in fast allen Organen und im Blut gefunden. Gesundheitliche Risiken gehen auch von Schadstoffen aus, die im Plastik enthalten sind, z. B. Weichmacher. Sie können Entzündungen auslösen und den Hormonhaushalt stören.
Mikroplastik ist mittlerweile nahezu überall in der Umwelt nachweisbar. Es entsteht vor allem, wenn Plastikabfälle durch Wind und Witterung zerkleinert werden. Auch Reifenabrieb ist eine bedeutende Quelle.
Wichtig ist, Plastik richtig zu entsorgen. Darüber hinaus braucht es Gesetze, die Plastik als Verpackungsmaterial reduzieren und damit auch den Plastikmüll insgesamt.
Klimawandel und Gesundheit
Text 1 – Hitze
Hitze bedeutet Stress für den Körper. Erste Anzeichen sind häufig Erschöpfung, Schlafstörungen und Hautausschläge. Darüber hinaus kann Hitze ernsthaft krank machen und bestehende Erkrankungen verschlimmern, wie z. B. Diabetis. Auch die Wirkung von Medikamenten kann durch Hitze sich verändern.
Infolge des Klimawandels treten Hitzewellen häufiger auf und dauern länger an. Auch Tropennächte – Nächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius sinkt – werden häufiger.
Um die Erwärmung zu stoppen, müssen wir CO₂-Emissionen reduzieren. Zudem können wir den Hitzestress verringen, indem wir unsere Umgebung begrünen. Denn Bäume und Pflanzen kühlen auf natürlich Weise die Luft. Bei Hitze ist es außerdem wichtig, viel zu trinken, kühle Räume aufzusuchen und körperliche Anstrengung zu vermeiden.
Text 2 – Zecken
Zecken übertragen Krankheiten wie Borreliose und FSME. Die Zahl der FSME-Fälle steigt seit Jahren. Die Viruserkrankung beginnt häufig mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen, kann aber auch schwere Verläufe nehmen.
Durch mildere Winter sind Zecken inzwischen fast ganzjährig aktiv: Bereits ab 7 Grad steigt das Risiko von Zeckenstichen. Zudem breiten sich südliche Arten wie die Riesenzecke immer weiter aus.
Vor Zecken kann man sich durch das Tragen von langer, heller Kleidung schützen und indem man sich nach dem Aufenthalt in der Natur absucht. Gegen FSME schützt zudem eine Impfung. Die Impfung wird aktuell nur in Risikogebieten empfohlen.
Text 3 – Allergien
Ein Drittel der europäischen Bevölkerung leidet unter Allergien. Menschen mit Allergien haben z. B. Schnupfen, Husten und juckende Augen und Atemwege. Sie reagieren auf Pollen von Bäumen und Gräsern.
In den letzten Jahren hat sich die Pollensaison verlängert. Höhere Temperaturen führen dazu, dass viele Pflanzen mehr Pollen produzieren. Besonders Dürreperioden setzen die Pflanzen unter Stress. Um zu überleben, reagieren sie mit einer stark erhöhten Pollenproduktion.
Eine Therapie, die nicht nur die Symptome behandelt, ist die Immuntherapie (Hyposensibilisierung). Dabei wird der Körper allmählich an die Allergene gewöhnt.
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