Konsum & Wirtschaft
Im Sommer: nachhaltig entspannt!
S’well, Sommerurlaub, Unsplash
Die Meteorologie kennt eine klare Antwort auf die Frage, wann der Sommer beginnt: Sommerbeginn ist der 1. Juni, das Ende ist der 31. August. Auch für Sommertage und heiße Tage kennt die Meteorologie eindeutige Definitionen. Ein Sommertag ist demnach ein Tag, an dem die Lufttemperatur über 25 Grad Celsius steigt. Ein heißer Tag ist ein Tag, an dem mehr als 30 Grad Celsius erreicht werden. Früher wurde auch die Bezeichnung “Tropentag” verwendet.
Die Temperaturen steigen
Eine Folge des Klimawandels ist, dass vielerorts die Anzahl heißer Tage im Schnitt zunimmt. Während es in den 1950er Jahren in Deutschland im Mittel pro Jahr drei heiße Tage gab, stieg die Anzahl im Zeitraum 1991 bis 2019 bereits auf durchschnittlich 8,8 Tage pro Jahr. Gleichzeitig wuchs auch die Häufigkeit und Dauer von Hitzewellen, zum Teil mit Temperaturen um die 40 Grad Celsius. So wurden in den letzten Jahren zahlreiche neue Hitzerekorde aufgestellt: 2019 wurden in Nordrhein-Westfalen an zwei Orten 41,2 Grad Celsius gemessen. Auch in anderen Ländern wurden immer wieder Hitzerekorde gemessen: 2019 in Frankreich mit 46 Grad Celsius, 2021 in Spanien mit über 47 Grad Celsius und 2022 in Großbritannien mit über 40 Grad Celsius.
Die hohen Temperaturen gepaart mit geringen Niederschlägen haben drastische Auswirkungen auf die Umwelt: Böden trocknen aus und viele Länder kämpfen mit Waldbränden. Und auch für Menschen können die hohen Temperaturen gefährlich werden.
Sommer ohne Sonnenbrand!
Viele Menschen können gar nicht genug von der Sonne bekommen. Manche bräunen sich ausgiebig im Schwimmbad oder auf dem Balkon, andere nutzen sonniges Wetter für Sport im Freien, und viele wünschen sich am liebsten einen Urlaub mit „Sonnengarantie“. Doch die Sonne bedeutet viel mehr als das: Die Energie, die mit ihrer Strahlung auf die Erde gelangt, ist die Grundlage für das Leben auf unserem Planeten. Warum aber kann Sonnenstrahlung ein Gesundheitsrisiko sein und wie kann man sich davor schützen?
Hier bietet die Virtual-Reality-Anwendung des Bundesamtes für Strahlenschutz für Lernende ab Klasse 8 eine Möglichkeit, Strahlenschutz interaktiv erlebbar zu machen. Jugendliche erfahren dabei zentrale Themen des Strahlenschutzes kooperativ, praxisnah und wissenschaftlich fundiert.
Klimafreundlich in den Urlaub
Ob mit dem Flugzeug in den Süden, mit dem Auto an die Nordsee, mit der Bahn nach Paris oder mit dem Fernbus zu Verwandten: Reisen mit motorisierten Verkehrsmitteln verursachen CO2-Emissionen, die zum Klimawandel beitragen. Doch wie unterscheiden sich die CO2-Emissionen von Flugzeug, Bahn, Bus und Auto? Wie lässt sich eine Reise klimafreundlicher planen? Und welche Argumente spielen neben dem Umweltschutz noch eine Rolle?
Um diese Unterschiede sichtbar zu machen, hilft ein Blick auf die Verhältnisse: Während eine Bahnfahrt die Klimabilanz nur wenig belastet, wiegt ein Flug in den Süden schwer. Wie massiv diese Auswirkungen auf unsere Umwelt tatsächlich sind, lässt sich mit der „Klimawaage“ spielerisch entdecken. Die Beispiele für Mobilität machen das Thema anschaulich und zeigen, wie verschiedene Verkehrsmittel im Vergleich abschneiden und wie wir unser Reiseverhalten klimaschonender gestalten können.
Klimawaage des Kompetenzzentrum nachhaltiger Konsum
Flüsse, Seen und Küsten: Wie sauber sind unsere Badegewässer?
Im Sommer zieht es Millionen Menschen in Europa an Seen, Küsten und Flüsse. Baden und Wassersport gehören zu den beliebtesten Freizeit- und Urlaubsaktivitäten. Damit Baden an natürlichen Gewässern bedenkenlos möglich ist, wird die Wasserqualität an Tausenden Badestellen in ganz Europa kontrolliert. Warum sind saubere Gewässer wichtig für Menschen, Tiere und Pflanzen? Wie kommt es zu Verschmutzungen? Und wie lassen sich Badegewässer schützen?
Eine entscheidende Rolle für saubere Flüsse spielen ihre Uferbereiche: die Flussauen. Diese natürlichen Überschwemmungsgebiete funktionieren wie riesige Filteranlagen. Wenn ein Fluss über die Ufer tritt, verlangsamt sich die Fließgeschwindigkeit in der Aue, wodurch Schad- und Nährstoffe im Boden abgelagert und von Pflanzen abgebaut werden können. Intakte Auen schützen also nicht nur vor Hochwasser, sondern tragen aktiv dazu bei, dass unsere Gewässer sauber bleiben.
Doch wie genau funktioniert dieses Zusammenspiel von Land und Wasser? Der Hintergrundtext „Natürlicher Klima- und Naturschutz: Die Flussaue“ beschreibt das Thema vertiefend.
Tourismus im Spannungsfeld von Wirtschaft und Ökologie
Urlaubsreisen sind für viele der Höhepunkt des Jahres. Während jedoch die Natur das Hauptargument für viele Reiseziele ist, wird sie durch die touristische Infrastruktur oft bedroht. Gleichzeitig ist die Branche in Deutschland ein bedeutender Wirtschaftsfaktor, der rund 2,8 Millionen Menschen beschäftigt. Die zentrale Frage ist, wie die vielfältigen Interessen der Urlauber – von Entspannung bis Action – mit dem Umweltschutz und den Bedürfnissen der lokalen Bevölkerung vereinbart werden können.
Ein Lösungsansatz sind nachhaltige Tourismuskonzepte. Diese können laut Bundesumweltministerium sogar zum Schutz der Natur beitragen. Dafür müssen Naturräume und Ressourcen trotz sportlicher und touristischer Nutzung schonend behandelt werden. Daher müssen Menschen lernen, die natürlichen Ressourcen wertzuschätzen und ihr Verhalten in der Natur beziehungsweise ihr Reiseverhalten entsprechend anzupassen.
Weitere Informationen hierzu bietet der Hintergrundtext „Urlaub: entspannt und nachhaltig!”.
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