Ökosysteme & Biodiversität
Wie wir gemeinsam die Antarktis schützen
Die Entwicklungen am Südpol haben gravierende Folgen für unser Weltklima und die globale Artenvielfalt. Pinguine dienen dabei als wichtige Indikatoren: Langzeitstudien des Umweltbundesamtes (UBA) zeigen, wie steigende Temperaturen und schmelzendes Eis bereits heute ihre Lebensräume massiv verändern. Arten wie der Kaiserpinguin stehen deshalb unter besonderer Beobachtung der Weltgemeinschaft.
In diesem Lernpfad erkunden die Lernenden, wie wichtig internationale Zusammenarbeit und das Umweltschutzprotokoll sind, um diesen sensiblen Kontinent vor Ausbeutung zu bewahren. Als Expertenteams für Wissenschaft, Journalismus und Umweltpolitik entwickeln sie eine eigene Strategie zum Schutz der Antarktis, die sie zum Abschluss in Kurz-Plädoyers vorstellen.
Tipp: Du findest ergänzende Informationen zu diesem Lernpfad in dem Hintergrundtext: Antarktis: Schutzgebiete fördern und verstehen. Der Text ist ein Zusatzangebot, das eine Vertiefung des Themas bei Interesse ermöglicht. Die Durchführung des Lehrpfades ist unabhängig.
Leitfragen
- Wie können wir mithilfe moderner Technologien (wie Drohnen, GPS-Tracker und Satelliten) Daten in der unzugänglichen Antarktis sammeln, um bedrohte Arten und ihre Lebensräume präzise zu kartieren?
- Wie gelingt es der Weltgemeinschaft, trotz wirtschaftlicher Interessen (z. B. Krill-Fischerei), die Antarktis als einen Ort des Friedens und der unberührten Natur für die Zukunft zu bewahren?
Vorbereitung
- Quiz: Antarktis-Quiz: Richtig oder falsch?
- Arbeitsblatt: Blickwinkel Recherche | Antarktis
- Arbeitsblatt: Zukunft der Antarktis | Mission
- Badge: Wie wir gemeinsam die Antarktis schützen
Ablauf
1. Einstieg
Unser Wissen über die Antarktis
Beginne mit einer offenen Frage: „Wie können wir an entlegenen Orten wie der Antarktis forschen und Daten sammeln, um Schutzzonen zu kartieren und zu monitoren?“
Lass die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen und Vorschläge sammeln und diskutieren. Unterstütze sie dabei mit Schlagwörtern wie #Technologien, #Drohnen, #Sensoren, #Bilder oder #Satelliten. Welche Rolle diese spielen, kannst du in der Vorbereitung im Hintergrundtext nachlesen.
Tipp: Je nach Lerngruppe kann es sinnvoll sein, die Frage zunächst genauer anzusehen. Eine semantische Analyse kann dabei helfen. Schaut euch dazu gemeinsam die Begriffe an, die unklar sein könnten, und besprecht sie. Beispiele hierfür sind entlegene Orte, Daten, Schutzzonen, Kartieren und Monitoren.
Mit einem Quiz werden weitere Themen und Herausforderungen der Antarktis vorgestellt. In jeder Runde gibt es drei Aussagen, von denen eine falsch ist. Die Lernenden müssen die falsche Aussage finden und können dazu in Gruppen arbeiten oder gegeneinander antreten.
Das Quiz wurde mit eduki erstellt. eduki ist eine Lernplattform, die es ermöglicht, interaktive Übungen wie zum Beispiel Quizze zu erstellen und zu teilen. Alle Inhalte von Umwelt im Unterricht sind kostenlos und können, sofern ein eduki-Account besteht, bearbeitet und verändert werden.
2. Recherche
Blickwinkel Recherche
Teile die Lerngruppe in drei Expertengruppen auf. Jede Gruppe erhält eine der Blickwinkel-Karten:
- Wissenschaftler:in – Polar- und Meeresforschung
- Journalist:in – Wissenschaftskommunikation
- Ökolog:in – Naturschutz und Umweltpolitik
Die Gruppen setzen sich intensiv mit ihrem jeweiligen Fachbereich auseinander. Jedes Team erstellt eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse. Diese dient als „Spickzettel“ für den späteren Austausch.
Ermutige die Lernenden, die auf den Karten genannten Links und QR-Codes aktiv zu nutzen. Sie bieten ergänzende Informationen, um über den Kartentext hinaus echtes Fachwissen zu sammeln.
Arbeitsblatt
3. Handeln
Der interdisziplinäre Dialog
Bringe die Expert:innen nun in neuen Kleingruppen zusammen, sodass in jedem Team jeweils eine Person pro Rolle vertreten ist (1x Wissenschaft, 1x Journalismus, 1x Politik).
Die Mission: „Überlegt euch Ziele für die Zukunft, um die Antarktis zu schützen!“ In den gemischten Gruppen entscheiden die Teams, welches Thema ihnen besonders wichtig ist.
Mögliche Schwerpunkte:
- Die Erweiterung des Schutzgebietes der Danger Islands auf das umliegende Meer.
- Ein strengerer Schutzstatus für bedrohte Tierarten.
- Maßnahmen zum Schutz anderer antarktischer Regionen vor menschlichen Einflüssen.
Das Ergebnis: Jede Gruppe formuliert zum Abschluss einen kurzen „Drei-Punkte-Plan“. Darin halten sie fest, welchen konkreten nächsten Schritt jede Rolle unternimmt, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.
Das detaillierte Vorgehen sowie die Leitfragen für die Diskussion sind im Arbeitsblatt vorbereitet.
Arbeitsblatt
4. Reflexion
Die "Antarktis-Konferenz"
In dieser Phase werden die Ergebnisse der Kleingruppen im Plenum zusammengeführt. Jede Kleingruppe tritt als „Beratungsteam“ vor die Klasse und hat genau 3 Minuten Zeit für ein Kurz-Plädoyer. Grundlage dafür ist ihr erarbeiteter Drei-Punkte-Plan.
Die restliche Lerngruppe entscheidet durch ein Handzeichen (Daumen hoch/runter), ob der vorgestellte Plan überzeugend und schlüssig war.
Tipp: Achte darauf, dass jedes Teammitglied seinen spezifischen Teil des Plans aus der Sicht seiner Rolle (Wissenschaft, Journalismus oder Politik) vorstellt.
Ergänzungen
Kompetenzen
Kompetenz-Erwerb sichtbar machen mit Badges
Bei dieser Übung haben deine Schüler:innen wertvolle Kompetenzen erworben, die du ihnen mit einem digitalen Zertifikat, einem Badge, nachweisen kannst.
Das geht ganz einfach:
- Auf openbadges.education einen Account erstellen und deine Schule als Institution anlegen.
- Kopiere den Badge, den wir für diese Übung angelegt haben, für deine Institution.
- Vergib den kopierten Badge direkt an E-Mail-Adressen oder erstelle eine QR-Code-Vergabe, über die deine Schüler:innen den Badge bei dir anfragen können. In beiden Fällen erhalten sie den Badge per E-Mail.
Alles über Open Educational Badges und wie Lernende Badges in ihrem Rucksack sammeln können, erfährst du in unserem Blog-Beitrag „Kompetenz-Erwerb sichtbar machen mit Open Educational Badges“
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