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Was gute Materialien ausmacht
Wer lebt eigentlich unter unseren Füßen? Und was braucht eine gesunde Wiese, damit sich Maulwurf, Ameise und Co. wohlfühlen?
Gemeinsam mit einer dritten und vierten Klasse einer Förderschule in Strausberg bei Berlin sind wir diesen Fragen auf den Grund gegangen. Klassenlehrerin Claudia ist dabei immer auf der Suche nach Unterrichtsmaterialien, die den Bedürfnissen ihrer Schülerinnen und Schüler gerecht werden – anschaulich, spielerisch und leicht zugänglich.

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Im Interview berichtet sie, wie sie und ihre Klasse den Workshop erlebt haben, welche Materialien sie im Unterricht unterstützen und worauf es bei Angeboten für Kinder mit dem Förderschwerpunkt Lernen besonders ankommt.
Kannst du dich und deinen Lernort kurz vorstellen?
Ich bin Claudia. Ich unterrichte eine vierte Klasse an einer Förderschule in Strausberg bei Berlin. Wir sind eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen. Das heißt, unsere Schüler haben einen großen Unterstützungsbedarf.
Welche Fächer unterrichtest du?
Derzeit unterrichte ich Deutsch, Mathe, Sachkunde, LER (Lebensgestaltung – Ethik – Religionskunde). Bei uns ist es so, dass viel im Klassenverband stattfindet. Ich habe eine vierte Klasse, die ich seit der dritten Klasse habe und führe sie wahrscheinlich bis zur sechsten Klasse weiter.
Wie hat dir unser gemeinsamer Workshop gefallen?
Was ich total toll fand – und das ist keine Selbstverständlichkeit – war, dass alle so sein konnten, wie sie waren: mit dem, was sie mitbrachten, was sie brauchten, was sie schon konnten oder eben noch nicht. Dafür war ganz viel Raum.
Außerdem fand ich es toll, dass das Material, das ihr dabei hattet, viele Möglichkeiten zur Differenzierung geboten hat. Die Kinder konnten verstehen, wie eine Wiese sein muss, damit Maulwurf und Ameise ihren Platz finden.
… und was haben die Schülerinnen und Schüler gesagt?
Wir haben noch mal Memory gespielt, weil es den Schülern so gut gefallen hat. Das wollten sie unbedingt spielen. Auch der Comic hat den Kindern ganz viel Spaß gemacht. Den haben wir zusammen mit den Pusteblumen, die die Kinder gemalt haben, bei uns ausgestellt. Daraus ist eine große Wandzeitung entstanden.

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Worauf achtest du, wenn du externe Unterrichtsmaterialien auswählst?
Wir sind immer auf der Suche nach Materialien für unsere Schüler. Ich nutze oft die Ferien und unterrichtsfreie Zeit zum Recherchieren. Ich liebe es, Material zu suchen und zu entdecken.
Die Materialien müssen sehr anschaulich sein, etwas weniger Text enthalten, spielerisch und schnell erschließbar sein. Es gibt ja auch Eduki, wo ich schon tolle Sachen gefunden habe. Und als ich angefangen habe, das erste Mal Sachunterricht zu unterrichten, bin ich auf Umwelt im Unterricht gestoßen.
Was gefällt dir an Umwelt im Unterricht?
Was ich toll finde, ist, dass es in den Grundschulbereich und den weiterführenden Bereich unterteilt ist. Das ist bei euch sehr übersichtlich. Oft finde ich Materialien im Internet, die dann zum Beispiel für eine sechste Klasse an einer Regelschule sind. Das können wir nicht nutzen. Das ist zu schwer für unsere Schüler.
Wie wichtig ist es, dass Materialien Raum zur Differenzierung lassen?
Ihr stellt Ideen und Materialien zur Verfügung – wie ich diese dann einsetze, muss ich individuell auf meine Lerngruppe abstimmen. Ich sehe zum Beispiel, dass es ein Quiz oder ein Arbeitsblatt gibt, und überlege dann, wie passt das. Es ist auf jeden Fall eine Inspiration.

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Suchst du Materialien in einfacher Sprache?
Ja, wenn ich zusätzliche Materialien suche. Es ist so, dass die Materialien, die wir für eine Klassenstufe haben, oft noch ein bisschen zu schwer sind. Bei mir sind Schüler in der vierten Klasse, die noch nicht lesen können. Damit müssen wir umgehen. Das wird mit jedem weiteren Schuljahr schwieriger, Material zu finden bzw. die Materialien anzupassen.
Welchen Platz hat spielerisches Lernen in deinem Unterrichtsalltag?
Für unsere Schüler ist es, wenn es um klassische Wissensvermittlung geht, oft am günstigsten, frontal zu arbeiten. Es muss sehr kleinschrittig sein. Je älter unsere Schüler werden, umso mehr können sie auch an Stationen arbeiten, wenn wir das einführen.
Wenn Schüler fertig sind und ihre Aufgabe geschafft haben, biete ich oft an, dass sie sich dann zusätzlich spielerisches Material nehmen können. Wir haben im Klassenraum eine „Bushaltestelle“ und wer fertig ist, kann dort hingehen und sich gemeinsam mit jemanden treffen, der auch fertig ist, und dort spielen und so Wissen spielerisch vertiefen.
Hättest du vielleicht einen Tipp für andere Lehrkräfte, wie man Umweltbewusstsein fördern kann?
Was für alle Schülerinnen und Schüler wichtig ist, egal, ob sie mehr Unterstützung brauchen oder nicht, ist, dass man verschiedene Sinne anspricht. Also, wie kann ich Schüler auf allen Sinnesebenen abholen und wie kann ich sie im Unterricht auch mal etwas entdecken lassen.