Lest den Infotext und beantwortet die Fragen schriftlich!
Warum sind die Bestände der Strandschnecke an der Nordsee zurückgegangen?
Wofür wurde TBT eingesetzt?
Wie nehmen die Schnecken den Stoff auf?
Bedrohte Schnecken im Wattenmeer
An der Nordsee und im Wattenmeer leben Strandschnecken. Ihre Schneckenhäuser werden 1 bis 2 Zentimeter groß. Sie fressen winzige Teilchen, wie z. B. die Keimlinge von Algen, auf den Wattflächen. Ihr Bestand in der Nordsee und im Wattenmeer ist stark zurückgegangen. Auch andere Schnecken, wie die Wattschnecke, verschwinden.
Farben in der Schifffahrt
Für den Rückgang der Schneckenarten ist ein Schadstoff namens TBT verantwortlich. TBT ist eine Abkürzung für den schwierigen Namen Tributylzinn. Wir können einfach die Abkürzung verwenden.
Seit den 1970er Jahren wurden die Rümpfe von Schiffen mit Farben gestrichen, die TBT enthalten. TBT verhindert, dass sich Algen, Muscheln oder andere Lebewesen am Rumpf festsetzen. Dieser Bewuchs durch Tiere und Pflanzen am Schiff kann dazu führen, dass das Schiff langsamer wird und es schlechter gesteuert werden kann.
Die Wirkung von TBT
Das TBT gelangt vom Schiffsrumpf ins Wasser und damit in den Lebensraum der Schnecken. Sie nehmen das TBT also direkt aus dem Wasser oder ihrer Nahrung auf. Das TBT verändert die Schnecken. Sie können sich nicht mehr fortpflanzen. Dadurch sind viele Schnecken an der Nordsee fast verschwunden.
Seit 2003 ist TBT in der Europäischen Union verboten. Trotzdem ist der Stoff noch an manchen Stellen im Meeresboden zu finden.