Aufgabe
Lest den Infotext und seht euch die Bilder in der Galerie an. Bearbeitet anschließend folgende Aufgaben:
- Arbeitet heraus, welche Vorteile Stadtgrün für Städte im Klimawandel hat. Ergänzt diese Punkte selbstständig in der Mindmap.
- In der Galerie seht ihr Beispiele für unterschiedliche Arten von Stadtgrün. Versucht, die unterschiedlichen Maßnahmen zu benennen oder zu beschreiben! Überlegt gemeinsam, ob ihr ähnliche Maßnahmen aus eurer eigenen Stadt kennt.
- Stellt eure Ergebnisse in einem kurzen Vortrag vor! Erklärt dabei auch, was städtische Wärmeinseln sind und wie sie entstehen, sowie was grüne und blaue Infrastruktur ist.
Infotext
Kennst du das Flimmern über dem Asphalt an heißen Sommertagen?
Wenn die Luft steht und es selbst nachts keine Abkühlung gibt?
Was sind Hitzeinseln?
Unser Klima verändert sich – das ist messbar. Besonders stark heizen sich Städte auf. Fachleute sprechen in diesem Zusammenhang von städtischen Wärmeinseln. Hier steigen die Temperaturen deutlich stärker als im Umland – in Deutschland oft um vier bis zehn Grad Celsius.
Ein Grund dafür ist die Bauweise unserer Städte: Asphalt, Beton, Glas und Metall speichern Wärme und geben sie nur langsam wieder ab. Dunkle Straßen und Dächer heizen sich dabei besonders stark auf. Gleichzeitig sind viele Flächen versiegelt und dicht bebaut. Die Luft kann kaum zirkulieren und die Wärme staut sich. Zusätzliche Hitze entsteht durch Verkehr, Industrie, Klimaanlagen und parkende Autos.
Gefahren für die Gesundheit
Die Folgen sind spürbar: Hohe Temperaturen belasten den Körper, führen zu Schlafproblemen, Erschöpfung und Stress. Besonders betroffen sind ältere Menschen, Säuglinge, Schwangere sowie Personen mit Vorerkrankungen. Auch Menschen, die draußen arbeiten oder in dicht bebauten Vierteln leben, leiden stärker unter der Hitze.
Grün in die Stadt!
Straßenbäume, Parks, Gärten sowie begrünte Dächer und Fassaden gehören zur sogenannten grünen Infrastruktur. Sie beeinflussen das Mikroklima, also das Klima in einem ganz bestimmten, kleinen Bereich, beispielsweise einer Straße, eines Platzes oder eines Viertels. Pflanzen spenden Schatten, kühlen die Luft durch Verdunstung und verbessern die Luftqualität. Je nach Begrünung können sich die Temperaturen innerhalb eines Viertels deutlich unterscheiden.
Stadtbäume im Dauerstress
Gleichzeitig stehen Stadtbäume selbst unter Druck. Hitze, Trockenheit und Platzmangel für ihre Wurzeln setzen ihnen zu. Im Sommer ist oft zu sehen, dass in den Baumkronen Blätter fehlen. Deshalb ist es wichtig, alte Stadtbäume zu erhalten, sie gut zu pflegen und ihre Wasserversorgung zu sichern. Für die Zukunft sind außerdem neue, klimaresistente Baumarten nötig.
Was ist eine Schwammstadt?
Neben dem Stadtgrün trägt auch die blaue Infrastruktur zu einem besseren Klima bei. Dazu zählen Flüsse, Bäche, Seen und feuchte Grünflächen. Sie kühlen die Umgebung durch Verdunstung.
Ein bekanntes Konzept, das grüne und blaue Infrastruktur verbindet, ist die Schwammstadt. Hier wird Regenwasser nicht sofort abgeleitet, sondern in Böden, Pflanzen und Wasserflächen gespeichert. Das schützt bei Starkregen vor Überschwemmungen und sorgt bei Hitze für Abkühlung durch Verdunstung.
Dieses Arbeitsblatt wird im Lernpfad Visionen für grüne Städte verwendet.
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