Veröffentlicht auf Umwelt im Unterricht: Materialien und Service für Lehrkräfte – BMU-Bildungsservice (http://www.umwelt-im-unterricht.de)

Bilderserie
15.06.2017 | Stadt | Mobilität

Verkehrsentwicklung: Probleme und Lösungen

Sekundarstufe, Grundschule

Die Bilderserie enthält Motive mit verschiedenen Verkehrssituationen sowie zur historischen Entwicklung des Straßenverkehrs: Welche Probleme entstehen durch den individuellen Autoverkehr? Welche umwelt- und sozialverträglichen Alternativen gibt es?

Inhalt

Bildergalerie

  • Autostau
    Was ist das wichtigste Verkehrsmittel?
    Die Menschen in Deutschland legten 2014 durchschnittlich 3,4 Wege pro Tag zurück. Gut die Hälfte der Wege werden im motorisierten Individualverkehr erledigt, das heißt mit Motorrädern und vor allem mit dem Auto. Doch die Wege sind meist unterschiedlich lang. Deshalb wird noch der Personenverkehrsaufwand berücksichtigt: Er misst, wie viele Personen welche Streckenlängen mit einem bestimmten Verkehrsmittel zurücklegen, gemessen in Personenkilometern. Da ist das Auto noch wichtiger. Gut 80 Prozent der Personenkilometer werden mit dem Auto oder Motorrad zurückgelegt.
  • voller Autoparkplatz
    Welche Probleme verursacht der Autoverkehr?
    Viel Autoverkehr verursacht in der Regel auch Lärm und führt öfter zu Staus. Außerdem benötigen Autos Platz, nicht nur zum Fahren, sondern auch zum Parken. Das sieht man den Städten deutlich an.
  • Autounfall
    Können Autos die Gesundheit gefährden?
    Autoverkehr kann gefährlich sein – nicht nur wegen der Unfallgefahr. Verbrennungsmotoren stoßen CO2 aus und beeinflussen somit das Klima. Die Abgase enthalten Stickstoffoxide, gesundheitsschädlichen Feinstaub sowie weitere Schadstoffe.
  • mit Getränken beladenes Auto
    Was können nur Autos?
    Autos sind (fast) unschlagbar bequem und vielseitig. Wer ein eigenes Auto hat, kann jederzeit auf direktem Weg von A nach B gelangen. Dabei können auch weite Strecken bequem und meist relativ schnell zurückgelegt werden. Und wer möchte, kann Mitfahrer/-innen mitnehmen oder Transporte erledigen, wie den Wocheneinkauf.
  • Münster Stadtverkehr
    Wie kann man Verkehrsmittel vergleichen?
    Verschiedene Verkehrsmittel haben verschiedene Vor- und Nachteile. Das Foto visualisiert, wie viel Fläche verschiedene Verkehrsmittel benötigen. Das Bild ist in Münster bei der Aktion "Nur mal nachdenken" in den 1990er-Jahren entstanden. Zu sehen ist jeweils eine Gruppe von 72 Personen. Auf dem Foto links sind zusätzlich 60 Taxen zu sehen, denn häufig wird nur ein Fahrgast transportiert. Das Bild in der Mitte zeigt 72 Fahrräder und rechts auf dem Bild ist ein Bus abgebildet. Folgende Flächen brauchen die Verkehrsmittel: 60 Autos brauchen 1000 Quadratmeter; 72 Fahrräder brauchen 90 Quadratmeter; ein Bus braucht 30 Quadratmeter.
  • Leihräder
    Was ist das "beste" Verkehrsmittel?
    Kein Verkehrsmittel ist für alle Zwecke perfekt, alle haben auch Nachteile. Am besten für Umwelt und Mensch wäre es, wenn stets das jeweils passende Fahrzeug parat wäre. Viele Städte versuchen daher, das Umsteigen so leicht wie möglich zu machen. Oft kann man dort Fahrräder in Bussen und Bahnen mitnehmen. In manchen Städten gibt es auch Leihräder, so wie die Stadträder in Hamburg (siehe Foto).
  • Kurrierfahrer auf Lastenrad
    Was kann man mit dem Fahrrad alles machen?
    Fahrräder sind besonders umweltfreundlich und bieten sich vor allem als Verkehrsmittel in der Stadt an. Auf Strecken unter fünf Kilometern sind sie im Durchschnitt das schnellste Verkehrsmittel in der Stadt. Aber Fahrräder sind oft ungeeignet für Transporte. Doch auch da gibt es Lösungen: Diverse Post- und Kurierunternehmen nutzen zum Beispiel Lastenräder. Auch für private Zwecke können Lastenräder sehr praktisch sein: für den Einkauf oder den Transport von Kindern. Solche Räder gibt es auch mit einem elektrischen Hilfsmotor.
  • Fahrradparkplatz
    Warum steigen nicht alle auf das Fahrrad um?
    Viele Städte sind nicht gut auf den wachsenden Radverkehr eingestellt. Eine Umfrage zeigt, dass sich viele Menschen mehr Radwege wünschen, eine bessere Beleuchtung sowie sichere Abstellmöglichkeiten für ihre Fahrräder.
  • Carsharing
    Muss es ein eigenes Auto sein?
    Immer mehr Menschen nutzen Carsharing. Dabei teilen sie sich ein Auto mit anderen und nutzen es nur, wenn sie es für einen bestimmten Zweck brauchen. Ein Carsharing-Auto ersetzt mehrere private Pkw. Das schont nicht nur Ressourcen, sondern ist für viele Menschen auch günstiger als ein eigenes Auto.
  • Schwebebahn fährt über Straße hinweg, darunter ein Bus und ein Auto (Ort: Barmen)
    Mehr multimodaler Verkehr mit dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV)
    Nicht nur innerhalb von Städten ist der öffentliche Personennahverkehr unverzichtbar. Dazu gehören Bus, U-Bahn, S-Bahn oder auch Straßenbahn. Die S-Bahn oder auch Regionalzüge sorgen für die Verbindung zwischen Städten oder vom Land in die Stadt. Mit den Öffentlichen kommt man im Durchschnitt umweltverträglicher ans Ziel als zum Beispiel mit dem Auto. Oft müssen Menschen für eine bestimmte Strecke verschiedene Verkehrsmittel nutzen und umsteigen. Zum Beispiel nehmen sie ihr Fahrrad in der S-Bahn mit oder kombinieren Carsharing mit einer Bahnfahrt. Man spricht dann von "multimodalem Verkehr". Für eine nachhaltige Mobilität ist es wichtig, dass verschiedene Verkehrsmittel gut kombiniert werden können.
  • Fußgängerzone
    Im Straßenverkehr gibt es ganz unterschiedliche Bedürfnisse
    Im Straßenverkehr sind viele verschiedene Gruppen mit ganz unterschiedlichen Bedürfnissen unterwegs. Nachhaltige Verkehrskonzepte sollen deshalb nicht nur umweltfreundliche Verkehrsmittel fördern, sie sollen auch soziale und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Dies lässt sich am Beispiel einer Fußgängerzone verdeutlichen: Hier wollen Familien gefahrlos und gemütlich bummeln. Gleichzeitig müssen Lieferungen für die anliegenden Geschäfte möglich sein, und körperlich eingeschränkte Anwohner/-innen müssen mit Fahrzeugen zu ihren Wohnungen gelangen können.
  • Elektro-Auto
    Autofahren ohne Abgase
    Elektroautos sollen dazu beitragen, die Umweltbelastungen durch den Verkehr in entscheidender Weise zu verringern. Denn die Abgase von Verbrennungsmotoren belasten das Klima sowie die Luft in den Städten. Wenn E-Autos Strom nutzen, der ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen kommt, dann verursachen sie keine Treibhausgase wie CO2. Darüber hinaus stoßen sie auch keine Luftschadstoffe aus.
  • Schwarz-weiß-Foto: von Pferden gezogene Straßenbahn in New York im Jahr 1917
    Was war vor dem Auto?
    Das Auto hat die Welt verändert. Hätte man vor seiner Erfindung die Menschen nach ihren Vorstellungen vom Verkehrsmittel der Zukunft gefragt, hätten sie vielleicht geantwortet: "schnellere Kutschen" oder "mehr Eisenbahnen". Das Foto zeigt eine von Pferden gezogene Straßenbahn in New York im Jahr 1917.
  • Schwarz-weiß-Foto: der Potsdamer Platz in Berlin im Jahr 1930
    Autos prägen die Städte
    Das Auto wurde zu einem unvergleichlichen Erfolg. Heute leben wir in einer “Auto-Welt”. Städte und Landschaften sind vom motorisierten Individualverkehr geprägt. Autos benötigen eine eigene Infrastruktur, die überall präsent ist: durch Straßen, Parkplätze, Tankstellen. Das Foto zeigt den Potsdamer Platz in Berlin im Jahr 1930. Er war einer der verkehrsreichsten Plätze Europas. Hier wurde 1924 ein fünfeckiger Ampelturm errichtet – eine der ersten Verkehrsampeln in Deutschland. Das Signal wurde damals von einem Polizisten per Hand gesteuert.