02.10.2014 | Mobilität | Stadt

Geoinformationen: gute Karten für den Umweltschutz

Geoinformationen sind ein Schlüssel für die gesellschaftlichen Herausforderungen dieses Jahrhunderts: Von der Stadtplanung bis zur Anpassung an den Klimawandel reichen die Themen, bei denen raumbezogene digitale Informationen zunehmend wertvolle Erkenntnisse liefern. Auch im Unterricht spielen sie in vielen Lernbereichen eine wichtige Rolle. Was sind Geoinformationen? Und wie kann man sie im Unterricht einsetzen?

Informationen und Materialien

Didaktischer Kommentar

Bei zahllosen Fragestellungen zu Umweltthemen geht es um raumbezogene Informationen: Wie wirkt sich der Klimawandel in einer bestimmten Region aus? Wie sollte der Verkehr durch eine Stadt geleitet werden? Woher stammen Lebensmittel? In welchen Regionen der Welt spielen sich Ereignisse ab, über die in den Medien berichtet wird? Dementsprechend vielfältig sind die Möglichkeiten der Anwendung im Unterricht.

Auch die Werkzeuge zur Untersuchung raumbezogener Informationen sind vielfältig. Bereits populäre Karten- und Satellitenbilderdienste wie Google Maps oder Bing Maps eignen sich für manche Fragestellungen. Viele Schüler/-innen kennen die Dienste, sodass sich hier auch Möglichkeiten ergeben, an ihre Praxis der Internetnutzung anzuknüpfen. Darüber hinaus gibt es spezielle Softwareanwendungen, die als Geoinformationssysteme (GIS) bezeichnet werden. Einfache Varianten davon sind interaktive Kartendienste im Internet, die statistische Daten veranschaulichen. Sie werden als WebGIS bezeichnet und auch immer häufiger von Behörden angeboten. Komplexere GIS bieten unter anderem die Möglichkeit, eigene Daten zu bearbeiten. Auch für den Einsatz in der Schule gibt es spezielle GIS-Software. 

Die vorliegenden Materialien geben einen Überblick über die Bandbreite der Möglichkeiten sowie über verschiedene praktische Ansätze in der Schule. In den Unterrichtsvorschlägen werden anschauliche Beispiele für Anwendungen skizziert, die sich leicht auf andere Themen übertragen lassen.

Die Materialien richten sich ausdrücklich nicht nur an Lehrkräfte verschiedener Lernbereiche und erfordern kein spezielles Wissen. Die technischen Voraussetzungen sind ebenfalls gering. Die Unterrichtsvorschläge stützen sich auf frei im Internet verfügbare Kartendienste. Sie ermöglichen es auf anschauliche Weise, raumbezogene Fragen zu Umweltthemen zu bearbeiten beziehungsweise Hypothesen zu überprüfen.

Die Vorschläge können jedoch leicht um anspruchsvollere Fragestellungen erweitert oder mit komplexer GIS-Software bearbeitet werden. 

Je nach Anwendung können GIS im Unterricht unter anderem folgende Zwecke erfüllen:

  • (geografische) Methode (Erfassen, Analysieren und Beurteilen)
  • realitätsnahe Arbeitsweise (Möglichkeiten des realen Handelns)
  • geografische Arbeitsweise mit Zukunftsbedeutung (computergestützte Verarbeitung von Flächendaten)
  • motivierende Unterrichtsmethode und Unterrichtsinhalt (Einsatz neuer
  • Medien, professionelles Arbeiten und professionelle Ergebnisse)
  • exemplarische Unterrichtsmethode, um die Handhabung von
  • Computern zu üben (grafische Darstellungen, Datenverarbeitung)
  • Möglichkeit, fächerübergreifend zu arbeiten (Einsatz in Politik, Geschichte, Biologie, Erdkunde)

Die Arbeit mit GIS bietet sich zum Beispiel als Erweiterung von folgenden Themen bei Umwelt im Unterricht an:

Wer baut die Stadt von morgen?
Stadt, Land, Klima – Deutschland passt sich an
UN-Dekade BNE: Umweltfreundlich mobil
GreenTec für Klima und Umwelt 

Hintergrund (1)

02.10.2014 | Stadt | Mobilität
Satellitenbild von der Erde

Raumbezogene digitale Informationen liefern in vielen Bereichen wichtige Erkenntnisse, zum Beispiel bei der Stadtplanung oder im Umweltschutz. Bund, Länder und Kommunen machen Geodaten zunehmend über das Internet zugänglich. Wie können die Daten genutzt werden und wie funktionieren Geoinformationssysteme?

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Unterrichtsvorschläge (2)

02.10.2014 | Mobilität | Stadt
Karte Waren Müritz
Grundschule

Die Schüler/-innen fertigen einen Kinderstadtteilplan an. Dazu führen sie zunächst Erkundungen in ihrer Umgebung durch und sammeln Datenmaterial. Im zweiten Schritt werden die selbst ermittelten Informationen auf einer eigenen Karte visualisiert.

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02.10.2014 | Mobilität | Stadt
Niederschlagskarte Zentraleuropa
Sekundarstufe

Mithilfe eines Online-Kartendienstes erkunden die Schüler/-innen raumbezogene Informationen im Umfeld ihres Schulortes. Als Beispiel dienen Naturschutzgebiete und ihre Lage in Bezug auf Siedlungen, Gewerbegebiete oder Straßen. Die Schüler/-innen erzeugen eine eigene Kartendarstellung mithilfe eines webbasierten Geoinformationssystems (GIS) und analysieren Zusammenhänge zwischen den dargestellten Informationen.

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Arbeitsmaterialien (3)

02.10.2014 | Stadt | Mobilität
Kinder im Klassenzimmer
Grundschule

Online-Kartendienste und Satellitenbilder-Dienste wie Google Maps oder Bing Maps gehören zu den beliebtesten Internetangeboten. In vielen Familien gehört es zur Urlaubsplanung, sich online mit der Umgebung des Ferienortes vertraut zu machen. Doch es lassen sich auch eigene Karten mit zusätzlichen Informationen erstellen. Die Schritte zum Online-Stadtplan oder Stadtteilplan erläutert die Handreichung am Beispiel von Google Maps.

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02.10.2014 | Mobilität | Stadt
Foto der Lüneburger Innenstadt aus der Vogelperspektive
Sekundarstufe, Grundschule

Immer mehr ortsbezogene Daten sind online frei verfügbar. Ob als anschauliche interaktive Karten oder als Rohdaten: Die Anwendungsmöglichkeiten im Unterricht sind vielfältig. Ein Überblick über Kartendienste, Datenanbieter und Web-basierte Software zur Erstellung eigener Karten (WebGIS).

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02.10.2014 | Mobilität | Stadt
Ein Kartenausschnitt von Geoportal.de
Grundschule, Sekundarstufe

Das Informationsportal von Bund, Ländern und Gemeinden unter www.geoportal.de enthält einen Katalog mit ortsbezogenen Daten der verschiedensten Behörden. Sie können mithilfe einer Kartendarstellung ausgewertet werden. Die Handreichung erklärt die Anwendung Schritt für Schritt.

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