21.11.2018 | Klima | Energie | Digitalisierung

Wie ist die Energiebilanz der Digitalisierung?

Digitale Medien und Informationstechnologie durchdringen unseren Alltag, und laufend kommen neue Anwendungen hinzu. Der Energiebedarf von Netzinfrastruktur und Rechenzentren ist bereits heute beträchtlich und trägt zu den weltweiten CO2-Emissionen bei. Gleichzeitig bietet die Digitalisierung viel Potenzial, um Klima, Umwelt und Ressourcen zu schützen. Wie kann der Energiebedarf verringert werden, und welche Möglichkeiten ergeben sich für mehr Klimaschutz? Die Unterrichtsmaterialien für Sekundarstufe und Grundschule vermitteln die wichtigsten Zusammenhänge.

Informationen und Materialien

Didaktischer Kommentar

Thema der Unterrichtsvorschläge für Sekundarstufe und Grundschule ist die Auseinandersetzung mit der Umwelt- beziehungsweise der Energiebilanz von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT). Dabei steht als Beispiel die Internetnutzung im Mittelpunkt. Neben entstehenden Kosten und Belastungen wird auch die Möglichkeit umweltbewusster und klimafreundlicher Nutzung von IKT angesprochen. Dabei können mögliche zukünftige Veränderungen von Konsumverhalten oder Wirtschaftsweise, die mit dem Einsatz von IKT zusammenhängen, nur angerissen werden. Für eine vertiefende Auseinandersetzung mit wichtigen Bereichen wie "Shareconomy"-Konzepten wie Carsharing oder "Industrie 4.0" liegen weitere Materialien vor – siehe Übersicht am Ende dieser Seite.

Eingesetzt werden können die Unterrichtsvorschläge im Zusammenhang mit Fragen des Konsumverhaltens. Sie eignen sich zur Auseinandersetzung mit Ursache-Wirkungs-Komplexen. Zudem bieten sie die Möglichkeit, das Nutzungsverhalten der Schüler/-innen zu reflektieren.

Sekundarstufe

Die Leitfragen der Unterrichtseinheit lauten: Wie hängt die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) mit dem Energieverbrauch zusammen? Wie können umweltschädliche Auswirkungen vermindert und kann gleichzeitig das Potenzial von IKT für mehr Umwelt- und Klimaschutz genutzt werden? 

Die Schüler/-innen setzen sich mit Folgen technischer Entwicklungen und deren Anwendung auseinander (Vorsorgeprinzip) sowie mit ihrem eigenen Verhalten. Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung sensibilisieren die Unterrichtsvorschläge die Schüler/-innen dafür, Verhaltensweisen kritisch zu reflektieren und Handlungsalternativen zu entwickeln. Grundlegende Vorkenntnisse der Schüler/-innen zum Themenkomplex Klimawandel und Klimaschutz werden vorausgesetzt. 

Der Einsatz des Unterrichtsvorschlags für die Sekundarstufe bietet sich vor allem in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern an, zum Beispiel Politik, Sozialwissenschaften, Gesellschaftslehre, Arbeitslehre und Wirtschaft. Aber auch Technik und Physik kommen infrage. Ebenso kann der Unterrichtsvorschlag in den entsprechenden Lernbereichen und Vertiefungsfächern eingesetzt werden. Auch fächerübergreifende Ansätze bieten sich an, zum Beispiel unter Einbeziehung der Fächer Deutsch oder Mathematik.

Grundschule

Die Leitfragen der Unterrichtseinheit lauten: Wie hängen Internetnutzung und Stromverbrauch zusammen? Und wie wirkt sich die Internetnutzung auf die Umwelt und das Klima aus?

Der Einsatz der Unterrichtseinheit bietet sich insbesondere im Sachunterricht an. Anschlussmöglichkeiten ergeben sich zu Fragen des Konsums, aber auch zur Umweltbildung beziehungsweise Bildung für nachhaltige Entwicklung. Die Unterrichtseinheit eignet sich, um Zusammenhänge zwischen Mensch und Umwelt aufzuzeigen. Zudem bietet sie die Möglichkeit, den eigenen Konsum beziehungsweise den Umgang mit Medien kritisch zu reflektieren und die Entwicklung eines nachhaltigen und eigenverantwortlichen Verhaltens zu fördern. 

Der Unterrichtsvorschlag lässt sich daher insbesondere im Zusammenhang mit den Themenfeldern Konsum, Mensch und Umwelt sowie Medien einsetzen. Aber auch fächerübergreifende Ansätze unter Einbeziehung der Fächer Deutsch oder Mathematik sind denkbar.

Grundlegende Vorkenntnisse der Schüler/-innen zum Themenkomplex Klimawandel und Klimaschutz werden vorausgesetzt.

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