Fleisch, Klima, Umwelt

Rind mit Hörnern, blickt in die Kamera
Grundschule

Die Schüler/-innen lernen die Auswirkungen von Fleischkonsum auf Umwelt und Klima kennen. Im Fokus steht dabei auch der Aspekt, dass viel pflanzliche Energie in die Fleischproduktion fließt, die vom Menschen direkt konsumiert werden könnte. Hierbei spielt auch das Thema globale Gerechtigkeit eine Rolle.

Ziele

 Die Schüler/-innen ...

  • erarbeiten zentrale Zusammenhänge zwischen dem eigenen/weltweiten Fleischkonsum und der Umwelt sowie dem Klima
  • beschreiben die Auswirkungen der Fleischproduktion für Umwelt und Klima
  • erstellen selbstständig ein Schaubild zur Visualisierung der Zusammenhänge
  • lernen eine konsumkritische Haltung zum Fleischkonsum kennen
  • lernen eine eigene Haltung zum Konsum von Fleisch mit Sachargumenten zu begründen

Umsetzung

Zum Einstieg fragt die Lehrkraft nach den Konsumgewohnheiten der Schüler/-innen in Sachen Fleisch. Welche Fleischgerichte mögen die Schüler/-innen? Welches Fleisch steckt in diesen Gerichten? Wie häufig essen die Schüler/-innen Fleisch: zum Frühstück, Mittagessen, Abendbrot? Kennen die Schüler/-innen Personen, die kein Fleisch essen? Und warum verzichten diese auf Fleisch? Im Verlauf des Gesprächs werden erste Kenntnisse der Schüler/-innen gesammelt und besprochen.

Zur Vertiefung erarbeiten die Schüler/-innen in Gruppen jeweils eines von insgesamt zwei Arbeitsblättern. Dafür wird die Klasse in Zweier- bis Vierergruppen eingeteilt. Die Lehrkraft erläutert die Arbeitsaufträge für die Gruppen. Die Arbeitsblätter greifen das Thema "Zusammenhänge zwischen Fleischkonsum und Umwelt/Klima" sowie "indirekte/direkte Nahrung" auf. Die Materialien enthalten Symbolbilder zum Ausschneiden, mit denen die Schüler/-innen die Zusammenhänge mittels eines Schaubilds auf Plakaten darstellen, sowie kurze Texte als Leitfaden für die Umsetzung.

Je nach Lernniveau kann die Lehrkraft vor Beginn der Gruppenarbeit ein beispielhaftes Schaubild demonstrieren. Dafür kann sie die Symbolbilder aus den Arbeitsblättern nutzen und mit diesen Ausschnitte aus den Schaubildern auf einem Poster darlegen. In den Arbeitsblättern findet sich auch die Lösung für die Schaubilder.

Für die Auswertung werden die fertigen Plakate im Klassenraum aufgehängt und die Schüler/-innen schauen sich die Ergebnisse aller Gruppen an. Zwei Plakate (Arbeitsblatt A und B) werden exemplarisch an der Tafel aufgehängt und gemeinsam besprochen. So werden die Erkenntnisse der Gruppen gesammelt und ausgetauscht. Außerdem können die Schüler/-innen offene Fragen besprechen. Die Lehrkraft ergänzt fehlende beziehungsweise weitere Informationen zum Thema.

Zum Abschluss überlegt die Klasse gemeinsam, ob und was die Schüler/-innen in Zukunft bezüglich ihres Fleischkonsums ändern wollen/können. Und welche Alternativen zum Fleischverzehr existieren.

Erweiterung

  • Die Schüler/-innen planen ein gemeinsames Frühstück ohne Fleisch und besprechen vorab gemeinsam Alternativen. Bei solch einem Frühstück kann die Lehrkraft verschiedene Alternativen (Tofuprodukte, Brotaufstriche etc.) mitbringen. Oder die Lehrkraft hängt einen Zettel aus mit einer Liste fleischloser Lebensmittel, die die Kinder mitbringen können - die Eltern tragen sich ein und geben sie den Kindern entsprechend mit.
  • Im Kunstunterricht erstellen die Schüler/-innen anhand von Zeitschriften und Prospekten Collagen von Mahlzeiten ohne Fleisch.
  • Weiteres Material bietet auch das Thema der Woche "Das Klima isst mit". Hier stehen Lebensmittel allgemein und ihre Umwelt- und Klimabilanz im Fokus.

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Informationen und Materialien

Hintergrund (1)

Hamburger
Hintergrund
23.01.2014 | Klima | Gesundheit und Ernährung

Fleisch ist für viele Menschen ein fester Bestandteil der Ernährung – sei es das Salamibrot, die Spaghetti Bolognese oder der Sonntagsbraten. Vor allem in den Industrieländern verbrauchen die Menschen im Durchschnitt verhältnismäßig viel Fleisch. Das wirft nicht nur ethische Fragen auf, sondern wirkt sich auch auf Umwelt und Klima aus – zum Beispiel durch einen hohen Wasser- und Flächenverbrauch.

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Arbeitsmaterialien (1)

Kuh wird mit Mais gefüttert
Arbeitsmaterial
23.01.2014 | Klima | Gesundheit und Ernährung
Grundschule

Die Arbeitsblätter enthalten kurze Texte, die die Fleischproduktion auf Umwelt und Klima sowie den Aspekt der indirekten Nahrung skizzieren. Anhand von Symbolbildern legen die Schüler/-innen anschließend die Zusammenhänge als Schaubild nach.

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Zielgruppe