07.04.2022 | Unterrichtsvorschlag

Umwelt- und Klimaschutz zum Beruf machen (Variante für Fortgeschrittene)

Sekundarstufe

Die Schüler*innen lernen anhand einer Bilderserie und im Rahmen des Spiels „Wer bin ich?“ verschiedene Berufe aus dem Bereich Umwelt- und Klimaschutz kennen. Sie recherchieren selbstständig, welche Voraussetzungen jeweils gelten, fügen ihr neu erworbenes Wissen zu Jobporträts zusammen und präsentieren diese.

Überblick über den Unterrichtsverlauf

  • Einstieg: Die Schüler*innen lernen anhand einer Bilderserie Berufe kennen, bei denen Umwelt- und Klimaschutz eine große Rolle spielen.
  • Arbeitsphase: Die Schüler*innen spielen im Plenum das Spiel „Wer bin ich?“ über Berufe aus dem Umwelt- und Klimabereich und recherchieren in Gruppen selbstständig nach weiteren Informationen. 
  • Abschluss: Die Schüler*innen erstellen in Gruppen Jobporträts, welche sie anschließend vorstellen.

Kompetenzen und Ziele

Die Schüler*innen …

  • identifizieren Merkmale von zwölf ausgewählten Berufen aus dem Bereich Umwelt- und Klimaschutz,
  • entwickeln ihre Medienkompetenz durch die themengeleitete Nutzung unterschiedlicher Medien,
  • verbessern ihre Methodenkompetenz durch die selbstständige Durchführung einer fragengeleiteten Recherche,
  • schulen ihre Argumentations- und Urteilskompetenz, indem sie die Berufe mithilfe ausgewählter Fragen bewerten,
  • erweitern ihre Sozial- und Kommunikationskompetenz durch die Teilnahme an Gesprächen, Diskussionen, Gruppenarbeiten und einem Spiel, 
  • verbessern ihre Präsentationskompetenz durch die Vorstellung ihrer Ergebnisse.

Umsetzung

Die Leitfragen der Unterrichtseinheit lauten:

  • Welche Berufe gibt es, bei denen Umwelt- und Klimaschutz eine große Rolle bei der Arbeit spielen?
  • Welche Ausbildung und Kompetenzen werden benötigt, um einen dieser Berufe auszuüben?

Einstieg

Zu Beginn der Unterrichtseinheit präsentiert die Lehrkraft die Motive der Bilderserie Die Bandbreite der Berufe im Umwelt- und Klimaschutz. Sie fordert die Schüler*innen auf, herauszuarbeiten, was die auf den Bildern dargestellten Berufe gemeinsam haben und welche Unterschiede es gibt. 

Dabei helfen folgende Aufgabenstellungen: 

  • Beschreibt, auf welchen übergeordneten Bereich sich die verschiedenen Berufe beziehen (Antwort: Umwelt- und Klimaschutz).
  • Kategorisiert die verschiedenen Berufe hinsichtlich der Form der Arbeit (mögliche Antwort/Kategorien: praktische, wissenschaftliche, soziale, verwaltende, unternehmerische Arbeit, direkt in der Natur, im Büro) 

Die Beiträge der Schüler*innen werden von der Lehrkraft an der Tafel/am Smartboard notiert.

Die Lehrkraft hebt hervor, dass das Berufsfeld sehr umfangreich ist und dass es neben den dargestellten Berufen noch viele weitere Jobs im Bereich Umwelt- und Klimaschutz gibt. Sie bittet die Schüler*innen, weitere Berufe zu nennen, bei denen der Umwelt- und Klimaschutz eine große Rolle bei der Arbeit spielt. 

In diesem Zusammenhang erläutert die Lehrkraft den Begriff "grüne Berufe":

Gemäß der Definition der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zählen hierzu auch Berufe, die generell Arbeit mit Umweltschutz verbinden, also beispielsweise erneuerbare Energien verwenden oder sparsam mit Ressourcen und Energie umgehen.

Arbeitsphase

Die Schüler*innen lernen ausgewählte Berufe näher kennen. Dafür spielen sie im Plenum das Spiel "Wer bin ich?". Dabei versuchen die Schüler*innen durch gezieltes Fragen herauszufinden, welchen Beruf sie im Bereich Umwelt- und Klimaschutz verkörpern.

Eine Spielanleitung sowie die benötigten Informationen über die Berufe finden sich in den Materialien

Im Anschluss fordert die Lehrkraft die Schüler*innen auf, in Gruppen weitere Details zu jeweils zwei der behandelten Berufe im Internet zu recherchieren. Hierbei helfen folgende Arbeitsaufträge: 

  • Erläutert mit Beispielen die Aufgaben und Arbeitsbereiche des Berufs.
  • Erklärt, was die Aufgaben mit Umwelt- und Klimaschutz zu tun haben.
  • Beschreibt, welche Voraussetzungen für den Beruf erbracht werden müssen (Ausbildung/Studium). 
  • Beurteilt, welche weiteren Fähigkeiten und Interessen für den Beruf von Vorteil sind. 

Zur Unterstützung erhalten die Schüler*innen das Arbeitsblatt aus den Materialien mit Aufgabenbeschreibungen und Hinweisen zur Recherche. 

Hinweis zur Binnendifferenzierung: Zur Unterstützung erhalten die Schüler*innen das Arbeitsblatt aus den Materialien der Basisversion mit Hinweisen für die Recherche und Quellenvorgaben. 

Abschluss

Die Lehrkraft bittet die Gruppen, ihre Rechercheergebnisse mit den Informationen aus dem Spiel "Wer bin ich?" abzugleichen und zu kombinieren. Anhand der Ergebnisse erstellen sie ansprechende Jobporträts, welche sie im Anschluss im Plenum vorstellen. 

Hinweis zur Differenzierung: Schüler*innen können alternativ auch einen Steckbrief vorbereiten und aushängen. Informationen hierzu finden sich in den Arbeitsmaterialien der Basisvariante.

In einer abschließenden "Blitzlicht"-Runde bewerten die Schüler*innen die vorgestellten Berufe vor folgenden Fragen:

  • Welcher Beruf ist für dich besonders interessant und aus welchen Gründen?
  • Welcher Beruf erscheint dir insgesamt als besonders wirksam für den Umwelt- und Klimaschutz und warum? 

Zuletzt macht die Lehrkraft darauf aufmerksam, dass auch in andere (herkömmliche) Jobs Aspekte des Umwelt- und Klimaschutzes mittlerweile stärker integriert werden und dass auch jeder*e Arbeitnehmer*in für sich am Arbeitsplatz etwas für die Umwelt und das Klima tun kann.

Erweiterung

  • Die Schüler*innen analysieren ausgewählte Jobinterviews, zum Beispiel den Audiobeitrag "Arbeitsplatz Windkraftrad: ‚Es ist Bedarf da‘" (externer Link auf WDR Videos). Darüber hinaus können die Schüler*innen selbstständig Interviews durchführen. 
  • Das Thema Berufliche Bildung: Jeder Job ist "grün" von Umwelt im Unterricht thematisiert, inwiefern Umwelt- und Klimaschutz in den Arbeitsalltag "ganz normaler" Berufe integriert werden können und welche Kompetenzen für nachhaltiges Handeln im Beruf nötig sind. 
  • Die Schüler*innen unternehmen eine Exkursion zu einem passenden Betrieb in der Umgebung, beispielsweise zu einem Windpark oder zu einem Biobauernhof.

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