29.11.2018 | Konsum

Weihnachten & der Konsum: Was feiern wir eigentlich?

Festliche Dekoration, ein duftender Tannenbaum und Geschenke für die Liebsten: Für diesen Traum von Weihnachten treiben viele Menschen jedes Jahr einen enormen Aufwand. Das sorgt im Handel für ein ordentliches Umsatzplus, darum ist das Fest auch für die Wirtschaft wichtig. Doch mit dem Konsum steigt der Ressourcenbedarf. Wie nutzen Firmen traditionelle Feste, um Konsumbedürfnisse anzusprechen? Wie kann man Feste fröhlich feiern und gleichzeitig verantwortlich mit Umwelt und Klima umgehen? Die Unterrichtsmaterialien für Sekundarstufe und Grundschule fördern Kompetenzen für einen kritischen Konsum.

Informationen und Materialien

Didaktischer Kommentar

Im Mittelpunkt der Unterrichtsvorschläge steht die kritische Auseinandersetzung mit dem Konsumverhalten an großen Festtagen. Als Anlass können verschiedene traditionelle beziehungsweise jahreszeitliche Feste aufgegriffen werden wie Ostern, Weihnachten/Advent, Halloween, Fasching/Karneval, Oktoberfest, Valentinstag oder Muttertag. Die Unterrichtsvorschläge veranschaulichen Zusammenhänge zwischen dem Konsumverhalten, den Interessen der Wirtschaft und nicht nachhaltigen Entwicklungen wie den Umweltfolgen des Konsums. Die in der Werbung vermittelten Vorstellungen des Festes werden verglichen mit dem ursprünglichen Hintergrund sowie den eigenen Vorstellungen und Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler.

Eingesetzt werden können die Unterrichtsvorschläge zum Beispiel, um Ursache-Wirkungs-Komplexe im Bereich des Konsumverhaltens zu thematisieren. Auch der Blick auf das eigene Konsumverhalten oder den Umgang der Medien mit den Festen ergibt sich zum Beispiel aus dem unterschiedlichen Erfahrungshintergrund der Schülerinnen und Schüler.

Sekundarstufe

Die Leitfragen für die Sekundarstufe lauten: Wie nutzen Firmen traditionelle Feste, um Konsumbedürfnisse anzusprechen? Wie kann man Feste fröhlich feiern und gleichzeitig verantwortlich mit Umwelt und Klima umgehen?

Im Sinne des Vorsorgeprinzips setzen sich die Schüler/-innen mit Folgen des eigenen Verhaltens und Grundlagen des nachhaltigen Handelns auseinander. Im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung sensibilisieren die Unterrichtsvorschläge die Schüler/-innen dafür, das eigene Verhalten kritisch zu reflektieren und Handlungsalternativen zu entwickeln. Anlass beziehungsweise Hintergrund sind Traditionen, ihre Entwicklung und ihr Erhalt.

Der Einsatz des Unterrichtsvorschlags für die Sekundarstufe bietet sich vor allem in gesellschaftswissenschaftlichen Fächern an, zum Beispiel Religion, Philosophie, Politik, Sozialwissenschaften, Gesellschaftslehre und auch Wirtschaft. Ebenso kann der Unterrichtsvorschlag in den entsprechenden Lernbereichen und Vertiefungsfächern eingesetzt werden. Auch fächerübergreifende Ansätze bieten sich an, zum Beispiel unter Einbeziehung des Faches Deutsch oder von Fremdsprachen.

Empfehlenswert ist eine Verknüpfung mit einer oder mehreren Unterrichtseinheiten, um Fragen des nachhaltigen Konsums und/oder den kritischen Umgang mit Medien zu vertiefen.

Grundschule

Die Leitfragen für die Grundschule lauten: Warum nutzen Firmen große Feste wie Weihnachten, um Werbung zu betreiben? Wie kann Werbung funktionieren?

Der Einsatz der Unterrichtseinheit bietet sich im Sachunterricht an, insbesondere im Zusammenhang mit Fragen des Konsums oder zum Umgang mit Traditionen. Zudem lässt er sich mit der Bildung für nachhaltige Entwicklung und der Auseinandersetzung mit Medien verknüpfen. Dabei wird die Entwicklung eines eigenverantwortlichen und nachhaltigen Verhaltens gefördert.

Der Unterrichtsvorschlag lässt sich daher insbesondere in die Themenfelder Konsum, Medien, Feste oder Mensch und Umwelt einbinden. Auch fächerübergreifende Ansätze sind denkbar, vor allem unter Einbezug der Fächer Deutsch und Religion.

Verwandte Themen bei Umwelt im Unterricht

Das TdW kann mit einer Reihe von weiteren VÖ bei Umwelt im Unterricht verknüpft werden. Eine Übersicht findet sich auf der Themenseite Konsum: https://www.umwelt-im-unterricht.de/themen/konsum/

Insbesondere kommen folgende Veröffentlichungen infrage:

Gutes schenken – Gutes tun (12/2013)
Die Weihnachtszeit ist ein Anlass, anderen etwas Gutes zu tun. Dazu gehören Geschenke für Familie und Freunde, für viele Menschen, aber auch Spenden und Unterstützung für andere Menschen. Läden, Hersteller, aber auch Hilfsorganisation wetteifern um die Aufmerksamkeit derer, die es zu Weihnachten besonders gut meinen, mit Slogans wie "Tun Sie Ihrer Familie etwas Gutes" oder "Schenken Sie reine Freude". Doch was heißt eigentlich "gut"? Welche Hilfe bieten Produkt- und Spendensiegel, und welche Kriterien helfen dabei, selbst zu entscheiden?

So geht's nachhaltig! (5/2013)
Ob Einkaufen, Reisen oder Wohnen: Konsumentinnen und Konsumenten können im Alltag zum Klimaschutz beitragen, die Arbeitsbedingungen in ärmeren Ländern verbessern und natürliche Ressourcen schonen. Wie lässt sich nachhaltiger Konsum im Alltag umsetzen? Warum ist nachhaltiger Konsum bislang nicht selbstverständlich? Warum sind manche Menschen skeptisch, und welche Argumente sprechen für nachhaltigen Konsum?

Was brauchen wir zum Glück? (3/2014)
Was ist Glück? Wie können wir glücklich werden? Das fragen sich nicht nur Philosophen, sondern seit einiger Zeit auch Politik und Wissenschaft. Der 20. März ist der internationale Tag des Glücks, das hat die UN-Vollversammlung 2012 beschlossen. Die Begründung: Die Welt dürfe nicht einseitig nach wirtschaftlichem Wachstum streben. Es müsse ein ausgeglicheneres Maß für Fortschritt her, um das Wohlergehen aller Völker zu berücksichtigen. Was ist das Problem, wenn Fortschritt am Bruttoinlandsprodukt gemessen wird? Wie kann man Glück und Wohlergehen einer Gesellschaft messen?

Bundespreis Ecodesign – ausgezeichnete Nachhaltigkeit (12/2015)
Design und Nachhaltigkeit, passt das eigentlich zusammen? Ja, meinen die Initiatoren des Bundespreises Ecodesign, der Ende November 2015 schon zum vierten Mal vergeben wurde. Wer hat gewonnen und warum? Was genau ist ökologisches Design eigentlich? Und warum lohnt es sich, schon beim Design eines Produktes zu überlegen, wie es eines Tages wieder entsorgt werden kann?

Hintergrund (1)

29.11.2018 | Konsum

Anlässe wie Weihnachten, Ostern oder Muttertag sind mit Traditionen verbunden, die für viele Menschen eine große Bedeutung haben. Auch für die Wirtschaft sind sie wichtig, denn die Feste werden oft aufwändig gefeiert und sorgen für entsprechende Umsätze. Viele Unternehmen greifen in ihrem Marketing die Traditionen auf, um den Konsum zu fördern.

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Unterrichtsvorschläge (2)

29.11.2018 | Konsum
Sekundarstufe

Feste wie Weihnachten und die dazugehörigen Traditionen gelten im Marketing als Chance, um Kundinnen und Kunden anzusprechen. Anhand von Beispielen lernen die Schüler/-innen Mechanismen von Werbung kennen. Sie vergleichen die Werbebotschaften mit kritischen Positionen zur Kommerzialisierung traditioneller Feste. Die Schüler/-innen entwickeln auf dieser Grundlage Ansätze für verantwortungsbewusstes Konsumverhalten.

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29.11.2018 | Konsum
Grundschule

Das Fest ist perfekt, wenn die Wohnung toll dekoriert ist und alle schicke Kleider tragen: Die Lehrkraft liest einen kurzen Text vor, in dem typische Botschaften aus der Werbung überspitzt aufgegriffen werden. Im Anschluss untersuchen die Schüler/-innen mithilfe eines Arbeitsblattes die Sprache der Werbung. Sie vergleichen Werbesprüche zu Weihnachten und anderen Festen mit ihren eigenen Vorstellungen und formulieren ihre Bedürfnisse.

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Arbeitsmaterialien (2)

29.11.2018 | Konsum
Grundschule

Die Materialien enthalten einen Kurztext zum Vorlesen sowie ein Arbeitsblatt. Sie veranschaulichen, mit welchen sprachlichen Mitteln Verbraucher/-innen durch Werbung dazu angeregt werden sollen, etwas zu kaufen.

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29.11.2018 | Konsum
Sekundarstufe

Die Materialien enthalten einen Infotext mit grundlegenden Informationen über die Mechanismen von Werbung. Eine Checkliste erleichtert die Analyse konkreter Beispiele.

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